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März 2010
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Archiv der Kategorie Träume

Warum bin ich in dieser Welt

Neulich fiel es mir wieder ein: Seit meinem 16. Lebensjahr bin ich auf der Suche danach, warum ich hier bin. Besser gesagt, was meine Lebensaufgabe ist. Ich stelle mir das so vor, dass die Seele, bevor sie (wieder) in diese Welt kommt, eine Lebensaufgabe mit auf den Weg bekommt. Doch mit der Geburt wird ein Schleier über alle Erinnerungen vor dieser Zeit gelegt, so dass man sich an nichts erinnern kann.

Manchmal hat man das Glück, dass man diese Lebensaufgabe erfüllt, ohne dass man weiß, welche Lebensaufgabe man hat, man macht es einfach ganz natürlich, ohne nachzudenken.  Manchmal bekommt man auch das Geschenk, dass man den Schleier ein bisschen  lüften kann, um seine Lebensaufgabe bewusst zu leben.

Mit 16 hatte ich den starken Wunsch, Musikerin zu werden und interessierte mich für das Geigenspiel. Alle rieten mir damals davon ab, es zu lernen, weil man normalerweise damit anfängt, wenn man noch sehr klein ist. Trotzdem habe ich damals angefangen, Geige zu spielen und hatte ca. zehn Jahre Unterricht, bevor ich damit aufhörte. Nur zum Musikstudium hat es nicht mehr gereicht. Damals versuchte ich es mit einer Aufnahmeprüfung an einem Konservatorium und war tieftraurig, als es nicht  klappte. Heute weiß ich warum: Es gehörte nicht zu meiner Lebensaufgabe. Ich lebte den Wunsch meiner Mutter, die so gerne Musik studiert hätte, es aber nicht durfte. Es hat Jahre gedauert, bis mir das bewusst wurde.

Jahre später entdeckte ich mein Schreibtalent. Das war zu der Zeit, als ich damit anfing, mich für spirituelle Themen zu interessieren und regelmäßig meditierte und kontemplierte. Noch heute bin ich dankbar für dieses Talent und glaube trotzdem, dass es nur ein Teil meiner Lebensaufgabe ist. Inzwischen habe ich gelernt, dass eine Lebensaufgabe sehr viel umfassender ist und dass ein Talent eher das Werkzeug ist, mit dem ich diese Lebensaufgabe erfülle.

Manche Menschen wissen sehr genau, was ihre Lebensaufgabe ist. Der Dalai Lama ist z. B. so jemand. Ich habe gerade damit begonnen, das Buch Meine spirituelle Autobiographie von ihm zu lesen. Er schreibt darin u. a., wie wichtig es für ihn ist, Mitgefühl zu leben, für ihn ist das sein Weg zum Glück.

Was ist Ihr Weg zum Glück, warum sind Sie hier? Was haben Sie sich für dieses Leben vorgenommen? Haben Sie sich das schon mal gefragt?

Ein Indiz dafür, dass man seine Lebensaufgabe lebt, kann z. B. sein, dass man tief im Herzen glücklich ist, man fühlt sich mit sich selbst im Einklang.

Ich habe festgestellt, dass ich glücklich bin, wenn ich aus dem Herzen Liebe geben kann. Das geschieht nicht nur durch Schreiben, sondern auch durch Zuhören. Ich meine, wirklich aus dem Herzen zuhören und nach innen hören, was ich geben kann, oder fühlen, was der oder die andere in jenem Moment braucht. Wenn ich das schaffe, dann bin ich auch glücklich, genauso wie beim Schreiben.Vielleicht werde ich irgendwann ganz eintauchen in meine Lebensaufgabe und sie mit allen Facetten leben. Ich arbeite daran.

Tipp: Achten Sie mal darauf, wann Sie wirklich tief in Ihrem Herzen glücklich sind, wann Sie das Gefühl haben, jetzt habe ich dem Leben auf meine Art und Weise etwas zurückgegeben. Sie können auch Ihren spirituellen Führer oder Ihr Höheres Selbst bitten, Ihnen etwas über Ihre Lebensaufgabe zu zeigen, z. B. im Traum oder in den täglichen Begegnungen mit anderen Menschen, Tieren oder auch Pflanzen.Wenn Sie möchten, dann schreiben Sie sich auf, welche Impulse Sie bekommen haben. So wird sich der Schleier der Vergessenheit nach und nach lüften und Ihre einzigartige Lebensaufgabe freilegen.

Träume nicht nur, sondern lebe deine Herzensträume!

Wie viele Ideen, Träumen und Visionen habe ich schon gehabt und habe sie doch nicht umgesetzt. Es ist beim Träumen geblieben.  Bei manchen Dingen fällt es mir dagegen ganz leicht, dranzubleiben und alles dafür zu tun, dass ich mein Ziel verwirkliche.

Warum bleibt es manchmal nur beim Träumen?

Vielleicht geht es Ihnen ja auch öfters so, wie mir? Dann fragt man sich doch, was sind die Gründe dafür, dass man  bestimmte Träume nicht lebt, obwohl es Herzensträume sind.

Ich habe festgestellt, dass es oft Angst ist, die uns daran hindert, gerade die großen Träume zu verwirklichen. Und wenn man ganz genau hinschaut, dann hat diese Angst jedes Mal eine Ursache. Diese Ursache gilt es herauszufinden und aufzulösen.  Bei mir sind es meistens Ängste, die sehr weit zurückliegen. Ganz selten sind es Ängste, die wirklich nur aus der Kindheit kommen, oft kommen sie aus vergangenen Inkarnationen.

Hier ein Beispiel dafür: Nehmen wir mal an, Sie haben vor, zusammen mit einem Geschäftspartner ein Unternehmen zu gründen oder gemeinsam ein Projekt anzugehen, doch es will einfach nicht klappen. Entweder Sie finden niemanden oder Sie haben jemanden, mit dem Sie die Sache gerne angehen würden, doch derjenige zieht um oder springt im letzten Moment ab und Sie stehen alleine da. Mir ist das in meinem Leben tatsächlich schon zweimal passiert. Einmal hatte ich mit einer Freundin zusammen einen Raum für gemeinsame Projekte gemietet, kurze Zeit später zog  sie weg.Vor einigen Jahren wollte jemand mit mir zusammen ein Buch schreiben. Ich hatte schon begonnen und einige Seiten geschrieben, als derjenige plötzlich absprang und das Buch alleine schreiben wollte. Da war ich damals ziemlich enttäuscht.

Erst ein paar Jahre später bin ich auf die Idee gekommen, genauer nachzufragen, warum mir immer solche Sachen  passieren, denn eigentlich würde ich sehr gerne gemeinsam mit anderen geschäftlich etwas machen.  In einer Kontemplation fragte ich meinen spirituellen Führer, ob er mir nicht die Ursache dafür zeigen könnte. Bei mir ist es dann oft so, dass ich die Bilder sehe, manchmal muss ich auch warten, bis ich es nachts träume. Manchmal geschieht es auch gleich in der Kontemplation. Aber ich sehe nicht nur die Bilder, sondern habe auch Gefühle dazu. In diesem Fall war die Ursache eine vergangene Inkarnation. Ein enger Vertrauter, Mitarbeiter eines Unternehmens, was mir damals gehörte, hatte mich betrogen. Ich hatte es herausgefunden und ihn entlassen. In seiner Wut hatte er in dem Unternehmen Feuer gelegt.

Nun stellen Sie sich mal vor, das alles “läuft unbewusst mit”, ist in den Zellen gespeichert und ohne dass ich es merke “springt dieses Programm” an. Kein Wunder, dass es dann bisher mit Geschäftspartnerschaften und sogar auch einer Lebenspartnerschaft nicht geklappt hat!

Sollten Sie selbst Ihre vergangenen Leben erforschen wollen, bitten Sie Ihren spirituellen Führer oder Ihren Schutzengel um Unterstützung. Oder holen Sie sich Hilfe bei ausgebildeten Therapeuten oder Coaches, die nach spirituellen Prinzipien arbeiten. Gerade am Anfang ist es vielleicht wichtig, jemand Professionelles an der Seite zu haben. Als ich vor fast zwanzig  Jahren mir das erste Mal vergangene Inkarnationen bewusst gemacht habe, habe  ich dies auch zusammen mit einer Therapeutin gemacht.

Sich mutige Vorbilder suchen

Manchmal ist es auch hilfreich, Menschen zu beobachten, die alles für Ihre Träume tun. In der Geschichte gibt es viele Beispiele von Erfindern, etc. Aber auch heute im täglichen Leben können einem Menschen begegnen, die sich durch nichts aufhalten lassen.

Ein solches Beispiel ist einer meiner Kunden. Er hat ein Buch geschrieben und es bei einigen Verlagen eingereicht. Alleine schon mal den Schritt zu wagen, das eigene Werk bei einem Verlag einzureichen, das halte ich für sehr mutig. Nun ist es so, dass man nicht sofort eine Zusage bekommt. Manche geben dann vielleicht nach der dritten Absage auf und denken: “Vielleicht ist mein Buch so schlecht und das klappt nie.”  Nicht so mein Kunde. Er machte einfach weiter, ließ sich nicht beirren … und …  tatsächlich, letzte Woche ging sein Traum in Erfüllung: Ein renommierter Verlag hat zugesagt, dass er das Buch veröffentlicht. Seit Jahren träume ich davon, Bücher zu schreiben und zu veröffentlichen, da ist dieser Kunde natürlich ein wunderbares Vorbild für mich, weil er mir zeigt, dass man es schaffen kann, wenn man trotz Schwierigkeiten dranbleibt.

Von der Imagination zum Handeln

Für die Verwirklichung der Träume ist es auf jeden Fall wichtig und hilfreich, im Inneren ein positives Bild des Traumes zu erschaffen, gepaart mit den entsprechenden Gefühlen. Wenn Sie also einen Traum haben, dann stellen Sie sich innerlich vor, dass Sie am Ziel sind. Tun Sie dies im Kleinen wie im Großen. Hier ein Beispiel, wie es im Kleinen geht. Ich habe mir heute eine neue Website gestaltet. Vorher hatte ich ein ziemlich genaues Bild davon, wie die Seite aussehen sollte. Dann habe ich mich an die Arbeit gemacht und Schritt für Schritt alles so gestaltet, dass ich hinterher glücklich und zufrieden mit dem Ergebnis war. So wie im Kleinen geht es auch im Großen. Wir beginnen vielleicht mit der Verwirklichung unserer Träume im Kleinen und dann kommen nach und nach die ganz großen Träume, die in unserem Herzen sind, an die Reihe.

Tipp: Wenn Sie Herzensträume haben, die Sie bisher noch nicht verwirklicht haben, dann probieren Sie es doch mal mit dem “3-Schritte-Programm”:

Erstens: Erschaffen Sie ein inneres Bild für Ihren Traum, zusammen mit anhebenden, positiven Gefühlen.

Zweitens: Lassen Sie los! Bitten Sie Ihren spirituellen Führer oder Schutzengel, Ihnen Wege zu zeigen, wie Sie Ängste und unbewusste Blockaden lösen können, die Sie daran hindern, Ihren Traum zu verwirklichen.

Drittens: Kommen Sie ins Handeln. Beginnen Sie mit dem ersten Schritt. Denn wenn man einmal mit einem Schritt begonnen hat, wird es leichter.

Das Land der verschwundenen Träume

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wo die Träume herkommen? Ich meine jetzt nicht die nächtlichen Träume, sondern das, was wir uns für dieses Leben hier erträumen, was wir tun möchten, wofür unser Herz brennt. Ich stelle mir sehr oft vor, dass es in mir eine Welt gibt, in der meine Träume sind. Vielleicht hat sogar jeder für sich einen besonderen Raum, in dem seine Träume liegen? Genauso wie es hier in der Welt Häuser, Bäume und Felder gibt, so gibt es auch in feinstofflichen Welten Gebäude und Natur. In der Meditation oder in der Kontemplation kann man Zugang dazu bekommen.

Doch nun zurück zum Land der verschwundenen Träume.  Vielleicht kennen Sie das auch, dass Sie eine Vision oder einen Traum haben und Sie haben das Gefühl, wenn Sie daran denken, dann öffnet sich das Herz ganz weit. Sie möchten sofort zur Tat schreiten. Doch dann fallen Ihnen plötzlich wieder allerhand Verpflichtungen ein, die Sie davon abhalten, etwas für Ihre Träume zu tun. Wenn das längere Zeit anhält, dann kann es passieren, dass die Träume in Vergessenheit  geraten, das wunderbare Gefühl im Herzen verschwindet und man funktioniert nur noch, um irgendwie sein Leben geregelt zu bekommen. Dann ist die Tür zum Land der Träume geschlossen. Es wird zum Land der verschwundenen Träume.

Genauso erging es mir gegen Ende der letzten Woche. Ich hatte im Büro viel zu tun, an einem Abend hatte ich noch zwei Bekannten geholfen, die eine hatte Fragen zu einem Text, die andere hatte einen Drucker, der nicht funktionierte. Das war am Donnerstag. Am Freitag musste ich Überstunden in meinem Bürojob machen. Und am Samstag war ich dann ziemlich müde. Doch da musste ich auch schon wieder einkaufen gehen und noch etwas für einen Kunden erledigen.

Am Sonntag war ein Familientreffen angesagt und dann war das Wochenende auch schon wieder vorbei. Da blieb keine Zeit zum Träumen oder um Pläne für die Zukunft zu schmieden. Einmal blitzte ein kurzer Gedanke in mir auf, eine Idee für eine Kinderbuch-Serie (schon vor langer Zeit wollte ich mal Kinderbücher schreiben), die ich aber aus Zeitgründen nicht weiter verfolgte.

Aber: ich wurde im Laufe des Wochenendes immer unzufriedener und spürte, dass ich mein Herz verschloss. Mir wurde bewusst, dass ich einfach nur funktionierte, für Bekannte, für Kunden, für den Arbeitgeber, etc. Doch wo blieb ich selbst dabei?

Aus dieser Erfahrung habe ich gelernt, dass es wichtig ist, sich immer mal wieder Zeit für seine Träume zu nehmen. Sie aufzuschreiben und erste Schritte zu planen und auch zu gehen. Es hält das Herz offen und es bringt einen dem wahren Selbst, der Seele, ein Stückchen näher. Denn ich bin der Meinung, dass unsere Träume aus der Seele kommen, dem göttlichen Funken, der Inkarnation für Inkarnation lernt, um schließlich ein Kanal für die göttliche Liebe zu werden und als solcher zu wirken.

Tipp: Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Träume. Schauen Sie, dass Sie ab und zu aufwachen und dem alltäglichen Trott, der nur allzu leicht zum Hamsterrad werden kann, entfliehen. So halten Sie die Tür zum Land der Träume offen und haben jederzeit Zugang. Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei, Ihre Herzens-Träume zu verwirklichen.

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