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März 2010
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Archiv der Kategorie Selbstliebe

Wenn du dich selbst änderst, ändert sich deine Umwelt

Kennen Sie das auch, dass Sie bestimmte Menschen einfach nicht leiden können? Bei manchen Menschen fallen Ihnen vielleicht hunderte von Gründen ein, warum das so ist, das sind oft Menschen, die einem nahe stehen, die einen aber ziemlich verletzt haben. Bei anderen Menschen ist es vielleicht nur so ein Gefühl, weil Sie etwas von der Ausstrahlung desjenigen spüren, das irgendwie nicht passt.

Das alles mag sein, es wirft aber eine Frage auf:  Kann es vielleicht daran liegen, wenn wir jemanden ablehnen, dass wir etwas in uns selbst ablehnen? Dass wir uns selbst nicht so lieben, wie wir sind?

Ich würde diese Frage für mich persönlich mit “Ja” beantworten. Vor einigen Jahren hatte ich noch ziemlich wenig Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Ich konnte einfach nicht zu mir selbst stehen, so wie ich war. Sobald nun jemand kam - und es kamen einige Menschen - und mich verletzte, indem er mein schon niedriges Selbstbewusstsein noch mehr drückte, war es vorbei. Gerade heute hatte ich ein Telefonat mit jemandem, den ich sehr schätze. Wir sprachen auch über eine Person, die derjenige sehr mag, während ich diese Person nicht sehr mag. Als wir über diese Person sprachen, wurde mir bewusst, wie viel Groll ich gegen sie immer noch hege und das, weil sie mich vor Jahren mal ziemlich von oben herab behandelt hatte. Diese Person hat das bestimmt schon längst vergessen, aber in mir war der ganze Groll noch energetisch gespeichert. Ich war dankbar dafür, dass dieses Telefonat mir das bewusst gemacht hat, denn nur so kann ich den Groll auch loslassen oder besser gesagt, daran arbeiten, ihn loszulassen.

Inzwischen habe ich einiges unternommen, Selbstzweifel aufgelöst, innere Muster aufgelöst, etc., und ich bin immer öfter dankbar dafür, dass ich so bin, wie ich bin und für mein Leben, so wie es ist. Natürlich gibt es auch immer wieder Ausnahmen, Zeiten, an denen ich wieder in den alten Zustand zurückfalle, aber nicht mehr so oft wie früher.

Eine andere Messlatte für mein verändertes Bewusstsein ist auch meine Familie. Meine Eltern, Geschwister, mein Schwager und meine Nichten. Gestern hatten wir wieder so ein Familientreffen. Noch bis vor Kurzem hatte ich das als ziemlich anstrengend empfunden, doch gestern war ich erstaunt, dass ich in einer ganz anderen Verfassung war als sonst. Hier ein Beispiel dafür. Mein Schwager ist jemand, der sich gerne über andere lustig macht. Das mag ich ja normalerweise überhaupt nicht. Gestern geschah folgendes: Ich vermisste plötzlich meinen Wohnungsschlüssel und kramte voller Panik in meiner Handtasche danach.   Nun muss ich noch erwähnen, dass ich immer ziemlich große Handtaschen habe. Als mein Schwager sah, wie ich in der Tasche kramte fing er an witzige Bemerkungen zu machen: “Ich habe ja gar nicht gesehen, dass du einen Koffer dabei hast. Dafür muss man ja extra ein Inhaltsverzeichnis erstellen, um die Sachen noch zu finden. Hast du vielleicht sogar ein Zelt dabei?” Wobei ich natürlich anmerken muss, das wäre ein Zelt für Däumlinge, was in diese Handtasche passen würde. Aber ich musste trotzdem lachen. Ich fand das so lustig und dachte innerlich: Okay,  ich stehe dazu, dass ich gerne große Handtaschen habe. Früher wäre ich vielleicht eingeschnappt gewesen. Aber gestern fand ich das eher lustig und lachte gemeinsam mit meinem Schwager. Nein, ich nahm sogar nach und nach den Inhalt aus der Tasche und hielt ihn hoch, damit alle sehen konnten, was sich darin verbirgt. So hatten wir unseren Spaß und ich fand auch meinen Schlüssel in einem Fach in der Tasche.

Hinterher wurde mir bewusst, wie leicht das Leben sein kann, wenn man sich so liebt, wie man ist. Wenn man weiß, dass man, so wie man ist, in Ordnung ist. Dann kann man mit anderen lachen und sie auch so sein lassen, wie sie sind und vielleicht sogar irgendwann denen verzeihen, die einen Jahre zu vor mit ihren Bemerkungen oder ihrem Verhalten emotional verletzt haben.

Tipp: Schreiben Sie sich auf, was Sie an sich selbst lieben und bedanken Sie sich jeden Tag für das, was Sie an sich selbst lieben können. Sehen Sie die Einzigartigkeit darin, dass Sie in manchen Dingen anders sind als andere. Wenn Sie spüren, dass Ihre Selbstliebe wächst, dann schauen Sie, ob Sie den Groll gegen andere loslassen können oder ob Sie innerlich verzeihen können. Bitten Sie auch bei dieser Übung wieder Ihren spirituellen Führer oder Schutzengel um Unterstützung.

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