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1.6.2009 von Anne.
Vor ein paar Tagen diskutierte ich mit einem sehr guten Freund am Telefon, ob man jemals scheitern kann. Er meinte, dass man sehr wohl scheitern kann. Ich meinte, dass ich nicht scheitern kann, wenn ich mir nur gut genug vorstelle, was ich in diesem Leben erreichen möchte.
Die Frage beschäftigte mich noch eine ganze Weile. Ich kam zu dem Entschluss, dass es eine Frage des Bewusstseins ist, ob man es in Betracht ziehen muss zu scheitern oder nicht. Sicher wissen Sie auch: Es gibt viele Bewusstseinsstufen, angefangen vom reinen materiellen Bewusstsein bis hin zu einem erweiterten, spirituellen Bewusstsein.
Hier ein einfaches Beispiel zur Illustration: Als ich am Samstag in einem Supermarkt einkaufen ging, lief mir plötzlich ein etwa zweijähriger Junge vor die Füße. Ich sagte zu ihm “Wenn man so klein ist, dann müssen einem große Menschen ja wie Riesen vorkommen.” Ich kam mir in diesem Moment wirklich wie ein Riese vor, im Vergleich zu dem Jungen. Dann stellte ich mir vor, welchen Ausschnitt von dem großen Raum er wohl wahrgenommen hatte, auf Grund seiner Größe. Sicher konnte er den Laden nicht so überblicken, wie jemand, der vom Körper her groß ist. Aber auch er wird eines Tages den gleichen Überblick haben, wie ein Erwachsener.
Genauso ist es mit dem Bewusstsein. Auch hier gibt es verschiedene Wachstums- und Entwicklungsstufen. Man kann spirituell gesehen in den Kinderschuhen stecken, aber auch ein Riese sein, der sehr bewusst lebt und vieles wahrnimmt, nicht nur die Welt, so wie sie sich im Äußeren darstellt. Auf dem Weg zum spirituellen Riesen durchlaufen wir viele Bewusstseinsstufen, in denen wir das Leben unterschiedlich betrachten. Hier ein Beispiel: Jemand nimmt sich vor, unbedingt bis zu einem bestimmten Zeitpunkt geschäftlich erfolgreich und mehrfacher Millionär zu sein. Er arbeitet mit allen Werkzeugen, die er kennt, liest Bücher, lässt sich von Menschen beraten, macht fundierte Ausbildungen und stellt sich jeden Tag nach dem Aufwachen vor, er hätte sein Ziel schon erreicht. Allerdings fixiert er sich dabei so sehr auf sein Ziel, dass er bald an gar nichts anderes mehr denken kann, denn er will es ja unbedingt erreichen. Eines Tages wird der Zeitpunkt da sein, an dem er sein Ziel erreicht haben wollte. Dann stellt sich heraus, ob er gescheitert ist oder ob er gewonnen hat.
Diese Herangehensweise beinhaltet sowohl die Möglichkeit zu scheitern, als auch erfolgreich zu sein. Warum? Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es kann sein, dass seine karmische Situation es ihm nicht erlaubt, wirtschaftlich erfolgreich zu sein, weil er etwas Bestimmtes zu lernen hat. Karma bedeutet hier nicht Strafe, sondern eine Situation, für die wir selbst die Ursache gesetzt haben, in einem vergangenen Leben oder in diesem Leben, um etwas Bestimmtes zu lernen. Das sind die Situationen, in denen man manchmal verzweifelt, weil man denkt, man hat doch alles getan, um erfolgreich zu sein, aber es will nicht so recht klappen. Ich selbst habe das oft genug erlebt
Es kann natürlich auch passieren, dass alles so eintritt, wie man es sich erträumt hat und man auf der Erfolgswelle schwimmt, weil vielleicht das gerade die Lektion war, dann hat man gewonnen.
Hier noch ein anderes Beispiel: Nehmen wir jetzt mal an, ein Mensch lebt aus seiner Herzensweisheit heraus, im Einklang mit der göttlichen, kreativen Lebenskraft. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, das zu tun, was er sich für dieses Leben vorgenommen hat, bevor er geboren wurde. Er achtet dabei auf die Impulse, die die göttliche Kraft ihm durch Träume, Intuition, etc. gibt und setzt diese Impulse um. Er möchte nicht vordergründig Erfolg haben und reich sein, wobei er durchaus auch reich sein und Erfolg haben kann, doch das ist nicht sein oberstes Ziel. Sein Ziel ist es, sich auf den Weg zu machen, um ein spiritueller Riese zu werden und mehr und mehr im Einklang mit der göttlichen Kraft zu leben. Auch dieser Mensch wird sich Ziele setzen. Auch dieser Mensch hat evtl. noch karmische Bedingungen, die es ihm erschweren, seine Ziele zu erreichen. Doch er hat dem Menschen aus dem ersten Beispiel etwas voraus: Er kann loslassen und sich immer wieder der göttlichen Kraft hingeben, um gegebenenfalls seine Ziele neu auszurichten. Dann ist er an dem Punkt angekommen, an dem es kein Scheitern mehr gibt.
Auch ich habe mich auf den Weg gemacht, aus dem Herzen zu leben, ein spiritueller Riese zu werden und im Einklang mit der göttlichen Kraft zu leben. Manchmal bin ich noch der Mensch, der unbedingt gewinnen will und dann doch scheitert oder umgekehrt. Manchmal gelingt es mir, alles zu tun, was ich tun kann, und dann loszulassen, um die göttliche Kraft wirken zu lassen. Dann bin auch ich an dem Punkt, an dem es kein Scheitern mehr gibt.
Tipp: Kontemplieren oder meditieren Sie darüber, was es für Sie bedeutet, ein spiritueller Riese zu sein. Öffnen Sie Ihr Herz für die göttliche Kraft und betrachten Sie Ihre Ziele und die Haltung, die Sie zu Ihren Zielen haben. Gibt es Dinge, die Sie festhalten? Gibt es etwas, das Sie unbedingt erreichen wollen? Haben Sie Angst zu scheitern? Versuchen Sie, diese Dinge loszulassen. Dieses “Ich muss es unbedingt schaffen”, “Ich darf nicht scheitern”, etc. Stellen Sie sich vor, dass Sie diese Gedanken Ihrem Schutzengel, Ihrem inneren Meister oder dem inneren Licht übergeben und loslassen. Beobachten Sie, was sich in Ihrem Leben verändert und welche neuen Möglichkeiten sich vielleicht auftun.
Geschrieben in Seele, Reinkarnation, Geduld, Schutzengel, Erde als Schule, Göttliche Liebe | Drucken | Keine Kommentare »
16.3.2009 von Anne.
Geht es Ihnen zurzeit so wie vielen Menschen gerade? Sie haben Angst, bzw. vielleicht sogar viele Ängste?
Angst lähmt den Fluss der kreativen Kraft, der Energie, die uns glücklich sein lässt. Möglichkeiten für Angst gibt es viele: Angst, zu wenig Geld zu haben, Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, Angst vor der Zukunft, Angst vor Katastrophen, etc. Sicher fallen Ihnen da noch ein paar mehr ein.
Auch ich kenne das Thema Angst nur zu gut. Einen Großteil meiner Jugend verbrachte ich auf einem Dorf. Busse fuhren dort nur alle paar Stunden und abends gar nicht mehr. So wurde dieses Dorf für mich zu einem goldenen Käfig, denn ich verließ es fast nur, um in die Schule zu gehen. Doch dann kam die Zeit, da musste ich raus aus dem Dorf. Die Schule war vorbei, und ich musste diese vermeintliche Geborgenheit verlassen, denn ich hatte mich dazu entschlossen, in einer der nächstgrößeren Städte zu studieren. Um zur Immatrikulation zu kommen musste ich mit Bahnen und Bussen dorthin fahren und auch wieder zurückfahren. Was glauben Sie, was ich für eine Angst hatte, den Weg nicht zu finden! Den Weg hin und den Weg zurück. Warum? Weil ich es nicht kannte und mir nicht zutraute, obwohl ich schon längst erwachsen war. Aber es blieb mir nichts anderes übrig, als diesen ersten Schritt in die Freiheit zu machen, wie ein Vogel, der fliegen lernt.
Natürlich klappte damals alles. Jetzt wohne ich schon viele Jahre in der Stadt, in der ich damals studiert habe und arbeite dort. Meinen Aktionsradius habe ich inzwischen sogar bis in die USA ausgeweitet
Ich genieße die unglaubliche Freiheit, die ich gewonnen habe, weil ich Schritt für Schritt dabei bin, meine Ängste zu überwinden.
Ängste können viele Ursachen haben. Das geht zum Teil in die Kindheit zurück oder aber auch in vergangene Leben. Die gute Nachricht ist: Wenn man sich mit Liebe anfüllt, bzw. sich ganz der göttlichen Liebe oder dem Heiligen Geist hingibt, dann ist für Angst kein Platz mehr. Aber ich glaube, das ist ein lebenslanges Training.
Wie füllt man sich mit Liebe an oder gibt sich der göttlichen, universellen Liebe hin? Vielleicht haben Sie dafür eine ganz spezielle Übung. Als ich damals vor vielen Jahren so viel Angst hatte, hat mir das Mantra HU sehr geholfen. Ich hatte damals das Glück mit meinem großen Rucksack voller Ängste bei einem Psychotherapeuten zu landen, der auch für eine spirituelle Betrachtungsweise des Lebens offen war. Er sagte zu mir: “Wenn du Angst hast, ganz gleich ob in deinem Leben hier oder in deinen Träumen nachts, dann kannst du HU singen. Es wird hju ausgesprochen und hilft dir, sich mit Liebe anzufüllen. Dieses HU ist seitdem zu einem ständigen Begleiter für mich geworden.
Und was geschieht, wenn ich offen für die Liebe bin? Dann bin ich leichter glücklich, die kreativen Ideen fließen und ich werde mir wieder bewusst, dass ich von dieser allumfassenden Liebe geführt werde und mit diesem Vertrauen durchs Leben gehen kann.
Tipp: Fragen Sie Ihr Höheres Selbst, Ihren Schutzengel oder Ihren inneren Meister, wie Sie sich mit dieser allumfassenden Liebe anfüllen können. Vielleicht erhalten Sie Ihr persönliches Mantra oder eine innere Übung, die Ihnen weiterhilft. Oder Sie probieren es mal mit dem HU, so wie ich damals.
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