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3.8.2009 von Anne.
Neulich fiel es mir wieder ein: Seit meinem 16. Lebensjahr bin ich auf der Suche danach, warum ich hier bin. Besser gesagt, was meine Lebensaufgabe ist. Ich stelle mir das so vor, dass die Seele, bevor sie (wieder) in diese Welt kommt, eine Lebensaufgabe mit auf den Weg bekommt. Doch mit der Geburt wird ein Schleier über alle Erinnerungen vor dieser Zeit gelegt, so dass man sich an nichts erinnern kann.
Manchmal hat man das Glück, dass man diese Lebensaufgabe erfüllt, ohne dass man weiß, welche Lebensaufgabe man hat, man macht es einfach ganz natürlich, ohne nachzudenken. Manchmal bekommt man auch das Geschenk, dass man den Schleier ein bisschen lüften kann, um seine Lebensaufgabe bewusst zu leben.
Mit 16 hatte ich den starken Wunsch, Musikerin zu werden und interessierte mich für das Geigenspiel. Alle rieten mir damals davon ab, es zu lernen, weil man normalerweise damit anfängt, wenn man noch sehr klein ist. Trotzdem habe ich damals angefangen, Geige zu spielen und hatte ca. zehn Jahre Unterricht, bevor ich damit aufhörte. Nur zum Musikstudium hat es nicht mehr gereicht. Damals versuchte ich es mit einer Aufnahmeprüfung an einem Konservatorium und war tieftraurig, als es nicht klappte. Heute weiß ich warum: Es gehörte nicht zu meiner Lebensaufgabe. Ich lebte den Wunsch meiner Mutter, die so gerne Musik studiert hätte, es aber nicht durfte. Es hat Jahre gedauert, bis mir das bewusst wurde.
Jahre später entdeckte ich mein Schreibtalent. Das war zu der Zeit, als ich damit anfing, mich für spirituelle Themen zu interessieren und regelmäßig meditierte und kontemplierte. Noch heute bin ich dankbar für dieses Talent und glaube trotzdem, dass es nur ein Teil meiner Lebensaufgabe ist. Inzwischen habe ich gelernt, dass eine Lebensaufgabe sehr viel umfassender ist und dass ein Talent eher das Werkzeug ist, mit dem ich diese Lebensaufgabe erfülle.
Manche Menschen wissen sehr genau, was ihre Lebensaufgabe ist. Der Dalai Lama ist z. B. so jemand. Ich habe gerade damit begonnen, das Buch Meine spirituelle Autobiographie von ihm zu lesen. Er schreibt darin u. a., wie wichtig es für ihn ist, Mitgefühl zu leben, für ihn ist das sein Weg zum Glück.
Was ist Ihr Weg zum Glück, warum sind Sie hier? Was haben Sie sich für dieses Leben vorgenommen? Haben Sie sich das schon mal gefragt?
Ein Indiz dafür, dass man seine Lebensaufgabe lebt, kann z. B. sein, dass man tief im Herzen glücklich ist, man fühlt sich mit sich selbst im Einklang.
Ich habe festgestellt, dass ich glücklich bin, wenn ich aus dem Herzen Liebe geben kann. Das geschieht nicht nur durch Schreiben, sondern auch durch Zuhören. Ich meine, wirklich aus dem Herzen zuhören und nach innen hören, was ich geben kann, oder fühlen, was der oder die andere in jenem Moment braucht. Wenn ich das schaffe, dann bin ich auch glücklich, genauso wie beim Schreiben.Vielleicht werde ich irgendwann ganz eintauchen in meine Lebensaufgabe und sie mit allen Facetten leben. Ich arbeite daran.
Tipp: Achten Sie mal darauf, wann Sie wirklich tief in Ihrem Herzen glücklich sind, wann Sie das Gefühl haben, jetzt habe ich dem Leben auf meine Art und Weise etwas zurückgegeben. Sie können auch Ihren spirituellen Führer oder Ihr Höheres Selbst bitten, Ihnen etwas über Ihre Lebensaufgabe zu zeigen, z. B. im Traum oder in den täglichen Begegnungen mit anderen Menschen, Tieren oder auch Pflanzen.Wenn Sie möchten, dann schreiben Sie sich auf, welche Impulse Sie bekommen haben. So wird sich der Schleier der Vergessenheit nach und nach lüften und Ihre einzigartige Lebensaufgabe freilegen.
Geschrieben in Träume, Mitgefühl, Lebensaufgabe, Reinkarnation, Eigenverantwortung, Liebe, Seele, Einzigartigkeit, Erde als Schule | Drucken | 1 Kommentar »
23.6.2009 von Anne.
Haben Sie sich selbst schon mal dabei beobachtet, was Sie da so eigentlich tagsüber tun? Ich mache das öfters, und ich kann Ihnen sagen, das ist wirklich interessant.
Ab und zu passiert es mir immer mal wieder, dass ich bemerke, dass ich zu schnell urteile, bzw. etwas oder jemanden vorschnell in eine mir bekannte Schublade stecke. Das passiert mir nicht nur bei Menschen, sondern auch bei anderen Dingen, wie z. B. Kneipen und Restaurants.
Vor ein paar Wochen, als ich mit einer Freundin zum Essen verabredet war, bemerkte ich das zum ersten Mal. Wir hatten uns in einer kleinen Kneipe verabredet und ich dachte noch: Oh je, das ist ja nicht so mein Ding. Kneipen assoziiere ich doch eher so mit düsterer Spelunke und alkoholisierten Menschen. Doch es kam, wie es kommen musste, es war alles ganz anders: Das Essen war besonders liebevoll gemacht. Stellen Sie sich das mal vor. Der Salat war nicht nur einfach mit Gurken und Tomaten angerichtet, sondern es fanden sich auch grüner Spargel und frische Erdbeeren darin. Auch das Ambiente war gemütlich (inzwischen war ich schon ein weiteres Mal dort). Was mir auch auffiel, war der Halter für das Toilettenpapier, der war nämlich aus Holz, nichts mit einfachem Metallhalter, wie man ihn sonst oft vorfindet.
Fazit: Hier habe ich vorschnell geurteilt, nach allgemein bekannten Konzepten und Vorurteilen. Selbstverständlich habe ich mir vorgenommen, es nicht mehr zu tun.
Doch sie wissen sicher schon, was jetzt kommt: Letzten Sonntag ist mir das Gleiche wieder passiert. Ich absolviere gerade eine Ausbildung in Bad Homburg. Mittags wollten wir mit der Gruppe essen gehen und die meisten wollten gerne zu einem Libanesen. Oh je, Libanese. Wer weiß, ob das Essen genießbar ist. Vielleicht ist es scharf, mit viel Glutamat, etc. Das waren die Gedanken, die mir durch den Kopf gingen. Schublade auf, Libanese rein.
Dennoch entschied ich mich mitzugehen, obwohl ich ziemlich skeptisch war.
Und was war? Sie ahnen es sicher schon.
Ja, es war wieder alles anders, als ich vorher in meiner Vorstellung geurteilt hatte. Das Essen war super lecker. Alle Zutaten schmeckten natürlich und frisch. Das Restaurant war zwar ziemlich klein und mit unserer großen Gruppe war es deshalb gar nicht so einfach. Aber der Besitzer kam zu uns an den Tisch und sagte: “Es ist alles mit Liebe gemacht.” Und das spürten wir auch.
Fazit: Oft urteilt man zu schnell mit dem Verstand über Dinge, die man gar nicht richtig kennt oder noch nicht ausprobiert hat. Wenn wir unser Leben vom Blickpunkt der Seele aus sehen, dann können wir nicht nur Restaurants und Kneipen mit Liebe betrachten, sondern alles im Leben, denn alles ist aus der Liebe des göttlichen Geistes gemacht. Es gibt nur unterschiedliche Formen, in denen sich diese Liebe ausdrückt. Vom Blickpunkt der Seele aus ist man in der Neutralität. Man wird zum neutralen Beobachter und schließlich zum Liebenden des Lebens, der die Liebe Gottes in jeder Facette wahrnimmt.
Tipp: Werden Sie zum Beobachter Ihres Lebens. Wann immer Sie wieder das Gefühl haben, Sie verstricken sich in Ihren Emotionen oder negativen Vorurteilen über etwas, das Ihnen im Leben begegnet, dann üben Sie, wieder den Posten des neutralen Beobachters einzunehmen. Fragen Sie sich: Was möchte mir die göttliche Liebe jetzt zeigen? Wenn Sie das Gefühl haben, Sie schaffen es nicht, auf Ihren neutralen Beobachterposten zu kommen, dann holen Sie sich Hilfe von Ihrem Schutzengel oder inneren Meister. Sie können auch HU, ausgesprochen hju, singen, einen uralten Namen für Gott.
Geschrieben in Liebe, Seele, Aufmerksamkeit, Glaubenssätze, Leben, Göttliche Liebe | Drucken | 1 Kommentar »
17.5.2009 von Anne.
Erinnern Sie sich noch an die ersten Home-Computer? Der, mit dem ich zum ersten Mal Ende der 80er-Jahre in Berührung kam, hatte noch nicht einmal eine Festplatte. Ausgedruckt wurde mit einem Nadeldrucker und auch das Internet lag noch in weiter Ferne. Damals hatte ich ziemliche Berührungsängste, was Computer anbetrifft. Das hat sich zum Glück verändert: Heute ist der PC mein liebstes Spielzeug
und die ungeahnten Möglichkeiten, die er eröffnet, finde ich toll. Aber das entwickelte sich erst alles mit der Zeit. Ich erinnere mich noch an einen Tag, an dem ich dringend etwas für eine Seminararbeit an der Uni fertig machen musste und gerade von den Dateien, die ich auf der Diskette gespeichert hatte, sich diejenige nicht öffnen ließ, die ich benötigte. Ich probierte es immer wieder und schwankte hin und her, zwischen Angst und Ärger darüber, dass ich irgendetwas kaputt gemacht haben könnte und dass es nicht klappte. Da geschah es, plötzlich öffnete sich wie von Geisterhand eine andere Datei, der ich Tage zuvor beim Abspeichern den Dateinamen “Liebe” gegeben hatte. Plötzlich musste ich lachen und mein Ärger und meine Angst, etwas kaputt zu machen, waren verflogen. Nachdem ich diese Datei geöffnet hatte, ließ sich übrigens die andere Datei, die ich eigentlich benötigte, auch öffnen. In diesem Fall half mir die Datei mit dem Namen “Liebe” dabei, Ärger und Angst loszulassen.
Aber ist Liebe nicht auch einer der Schlüssel, um mit Veränderungen im Leben besser umzugehen? Wenn ich mich für die Liebe und die Führung des Heiligen Geistes öffne, dann kann ich in Situationen, in denen Veränderungen auf mich zukommen, leichter loslassen.
Neben Liebe und Loslassen sind Vertrauen und Hingabe zwei weitere wichtige Schlüssel für mich, um mit Veränderungen umzugehen. Wenn ich Vertrauen in die Göttliche Liebe habe, dann kann ich mich auch ganz der Veränderung hingeben, weil ich weiß, dass sie letztendlich zu meinem Besten ist, weil ich die Chance habe, in einen größeren Bewusstseinszustand einzutreten. Denken Sie doch nur noch mal zurück an die Geschichte mit dem Home-Computer. Es wäre undenkbar, dass heute noch jemand mit einem solchen PC arbeitet, aber damals war er modern.
Hier noch eine Geschichte, die mir gerade vor Kurzem passiert ist. Letztes Jahr begann ich mit der Leitung eines Schreibkurses. Die drei Teilnehmerinnen hatten vor, während der zwölf Monate, die der Kurs dauern sollte, ein Buch zu schreiben. Selbstverständlich hatten auch alle einen Vertrag unterschrieben, dass sie die zwölf Monate bei mir Unterricht nehmen würden.
Aber wie das Leben spielt: Es veränderte sich alles und zwei von den drei Damen hatten plötzlich so viele andere Dinge im Leben zu erledigen, dass für das Schreiben des Buches einfach keine Zeit mehr übrig blieb. Ich überlegte, was ich tun sollte. Zunächst wollte ich daran festhalten, dass wir doch den Kurs noch ein halbes Jahr fortführen müssten. Schließlich hatten ja alle den Vertrag unterschrieben, doch dann merkte ich dass das nicht funktionierte. Ich sah ein, dass es wohl darauf hinaus lief, den Kurs vorzeitig zu beenden. In dem Moment, in dem ich mich für diese Veränderung öffnete, machte eine der Teilnehmerinnen mir einen wunderbaren Vorschlag, den ich sofort annehmen konnte: Wir werden jetzt die Kursstunden in Einzeltrainings umändern, in denen jede einen Text ihrer Wahl mit mir besprechen kann. Jetzt sind alle glücklich und zufrieden, und ich bin froh, dass ich mich darauf eingelassen hatte, mich der Veränderung hinzugeben.
Tipp: Wenn Sie in Ihrem Leben gerade vor einer Veränderung stehen, dann werden Sie sich der Schlüssel bewusst, die Ihnen dabei helfen können, leichter durch die Phase der Veränderung hindurchzugehen: Liebe, Loslassen, Vertrauen in die Führung durch den göttlichen Geist und Hingabe.
Blicken Sie für einen Moment zurück auf die Wendepunkte in Ihrem Leben. Bei welchen Veränderungen können Sie, jetzt im Nachhinein sagen, dass diese wichtig für Sie und auch zu Ihrem Besten waren?
Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zeiten der Veränderung in Ihrem Leben … und auch so!
Geschrieben in Hingabe, Vertrauen, Veränderung, Liebe | Drucken | 1 Kommentar »