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Archiv der Kategorie Lebenszyklen

Herbst - Zeit des Loslassens und der Veränderung

Ja, es ist Herbst. Man sieht täglich immer mehr bunte Blätter auf der Straße und ein bisschen wehmütig macht es mich schon, wenn ich daran denke, dass der Sommer wohl vorbei ist. Manche Dinge würde ich gerne festhalten, die der Sommer immer mit sich bringt: Die lauen Nächte, an denen man noch bis spät abends draußen sitzen kann, der strahlend blaue Himmel, die Wärme, die es erlaubt, auch mal ein leichtes Kleid anzuziehen und vieles mehr. Doch wie jede Jahreszeit muss doch auch der Herbst irgend etwas haben, was sich lohnt.

Neulich wurde mir folgendes klar: Die Bäume lassen im Herbst ihre Blätter fallen. Sie lassen das, was sie nicht mehr benötigen, los. Auch ich habe mich entschieden, so nach und nach immer mal wieder ein paar alte Zeitschriften wegzuwerfen, die ich nicht mehr lese.  Das fällt mir manchmal gar nicht so leicht. Da liegt manchmal zwei bis drei Jahre eine Zeitschrift herum, weil ich denke, ich brauche noch irgendeinen Artikel darin. Wahrscheinlich würde diese Zeitschrift noch in zehn Jahren da liegen und noch weitere kämen hinzu, wenn ich jetzt nicht damit anfangen würde, sie loszulassen.

Loslasssen beinhaltet für mich aber auch gleichzeitig, dass etwas Neues kommen darf, eine Veränderung, denn schließlich soll der Platz, der leer geworden ist, ja gefüllt werden. Hm…ich beziehe das nicht unbedingt auf Zeitschriften :-) Ich beziehe es eher auf weitaus wichtigere Dinge, wie z. B. Beruf, Lebensumstände, Wohnung aber auch innere Muster, die mich daran hindern, etwas Neues zu wagen.

Neulich bekam ich ein Zeichen, das ich so deutete, dass auch in meinem Leben etwas im Umbruch ist (nicht nur das Wegwerfen von Zeitschriften), wenn er auch erst einmal im Inneren  beginnt, dieser Umbruch. Ich war mal wieder mit der Bahn unterwegs, diesmal mit dem Reiseziel Aschaffenburg. Der Zug kam pünktlich an und ich stieg am Bahnhof aus. Schon auf dem Bahnsteig fiel mir  auf, dass alles schön neu gemacht war. Ich begab mich in Richtung Ausgang, wobei es eine Weile dauerte, bis ich den Ausgang fand, denn der komplette Bahnhof war eine Baustelle! Es ging ein paar mal um die Ecken, durch Gänge, die mit Brettern verschalt waren, bis ich endlich draußen war.  Von außen sah es so aus, als hätte man den alten Bahnhof komplett abgerissen. Nun ist man dabei, ihn ein Stück weiter neu und größer und schöner wieder aufzubauen.

Mit den inneren Mustern ist es wie mit dem Bahnhof. Manchmal müssen erst alte Glaubenssätze, Gedankenmuster, Verletzungen, etc. gehen, damit das Neue, Schöne und Größere entstehen kann.

Tipp: Überlegen Sie sich, was der Herbst für Sie bedeutet. Wo möchten Sie gerne loslassen, in welchem Lebensbereich hätten Sie gerne etwas Neues? Bitten Sie Ihren spirituellen Führer oder Ihren Schutzengel um Unterstützung beim Loslassen überholter Denkweisen, alter Verletzungen, etc. und bei Hineinwachsen in das Neue, Schöne, Große.

Dieser Blog zieht demnächst um auf die Seite http://herzensweisheit.wordpress.com/blog/. Alle Artikel finden Sie auch jetzt schon dort!

Lebenszyklen begleiten uns auf dem Weg

Was verbinden Sie mit dem Sommer? Vielleicht Sonne, Urlaub, Eis, viel draußen sein? Oder was fällt Ihnen sonst noch dazu ein? Am Freitag saß ich in einem Café, bzw. draußen, denn es war schön warm und die Sonne schien. Während ich meinen Cappuccino und mein Stück Erdbeertorte genoss, beobachtete ich die Menschen, die vorbeigingen und dachte über die Jahreszeiten nach. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich einfach wunderbar. Ich genoss so richtig die Vorteile, die der Sommer mit sich bringt. Natürlich hat der Sommer, wie alle Jahreszeiten, auch seine Schattenseiten, z. B. die vielen Gewitter, die oft auf unberechenbare Weise kommen oder wenn es sehr heiß wird und man bei der Hitze keinen Urlaub hat, sondern im Büro sitzt und schwitzt. Doch an die Nachteile wollte ich am Freitag nicht denken.

Auch die anderen Jahreszeiten haben ihre schönen Seiten. Im Frühling erwacht alles wieder zum Leben. Nach einem langen, kargen Winter, blüht dann wieder alles in Hülle und Fülle. Wenn der Herbst sich ankündigt, dann weiß man, dass das Jahr schon wieder fast vorbei ist. Er bietet oft noch viele schöne Sonnentage, an denen es aber nicht mehr so heiß ist wie im Sommer, so dass man manches unternehmen kann, wozu man im Sommer eher keine Lust hatte. Der Herbst bereitet auch auf den Winter vor. Man gewöhnt sich langsam wieder daran, es sich drinnen gemütlich zu machen, mit einer Tasse Tee und einem interessanten Buch zum Beispiel. Und wenn es im Winter draußen so richtig kalt ist, dann  ist man dankbar dafür, dass man eine schöne Wohnung hat, in der man sich gerne aufhält und freut sich wieder auf das Frühjahr, wenn alles wieder zum Leben erwacht.

So wie mit den Jahreszeiten ist es auch mit den Lebenszyklen. Man sagt z. B., dass sich die Zellen des Körpers alle sieben Jahre erneuern. Manche Menschen beobachten, dass sich alle sieben Jahre etwas in ihrem Leben ändert. Bei anderen Menschen sind es auch Zyklen von zwölf Jahren. Zyklen kommen und gehen, weil das Leben Veränderung ist. Alles entfaltet sich, so auch unser Bewusstsein und damit auch unsere Lebensumstände.

Vielleicht fragen Sie jetzt, was das alles eigentlich soll? Warum es diese Zyklen gibt und wie Sie damit umgehen sollen?

Nun, ich habe für mich die Antwort gefunden, dass ich hier bin, um zu lernen, aus dem Herzen zu leben, das Göttliche in mir zu leben, das, was mich als Seele ausmacht. Vielleicht haben Sie sich dieses Ziel auch vorgenommen, vielleicht ist Ihr Ziel auch ein anderes. Damit wir immer wieder neue Herausforderungen und auch die Gelegenheit haben, in unserem Bewusstsein zu wachsen, gibt es die verschiedenen Lebenszyklen. Dabei ist es wunderbar, wenn es uns gelingt, immer mehr im Hier und Jetzt zu sein und in jedem Zyklus das zu genießen, was er uns an Potenzial bietet und dankbar dafür zu sein. Ja, da fällt mir übrigens auch das ungeliebte Thema “älter werden” ein. Aber wenn wir älter werden, dann können wir auch weiser werden. Das hat manchmal ungeahnte Vorteile. Erst neulich habe ich gedacht, wenn ich doch damals vor 20 Jahren schon die Weisheit von heute gehabt hätte, dann hätte ich vieles anders gemacht. Doch dazu waren einfach noch ein paar Zyklen nötig, bis es so weit war, dass ich das Bewusstsein habe, was ich heute habe und dieser Entfaltungsprozess geht immer so weiter, für jeden in seinem Tempo, Schritt für Schritt.

Also: Genießen Sie den Sommer mit all seinen Facetten, der nächste Herbst und der nächste Winter kommen bestimmt.

Tipp: Meditieren oder kontemplieren Sie über die Zyklen in Ihrem Leben. Können Sie einen roten Faden entdecken? In welchen Zeitabständen gab es Veränderungen in Ihrem Leben? Wie fühlen Sie sich in dem Zyklus, den Sie im Moment durchlaufen? Fokussieren Sie dann die Aufmerksamkeit auf das Ziel, dass Sie sich Ihrer eigenen Göttlichkeit bewusst werden möchten (wenn Sie sich dieses Ziel für diese Inkarnation gesetzt haben) und schauen Sie, wie viel Sie schon in den vergangenen Zyklen und in dem laufenden darüber gelernt haben.

Aufbruchstimmung - oder wann stehen die Zeichen auf Veränderung

Heute bin ich - wie es sich für einen braven Bürger gehört - wählen gegangen. Zuerst wollte ich ja nicht, schließlich weiß man heute nicht so recht, wer denn die eigenen Interessen am besten vertritt, aber dann dachte ich mir, dass es ja auch ein Geschenk ist, dass man die Gelegenheit hat zu wählen.  In meinem Bundesland hatte ich heute nicht nur die Chance, Kandidaten für das Europaparlament zu wählen, sondern auch noch für den Ortsbeirat und den Stadtrat. Mehrere Stimmzettel also.  Der eine war ziemlich riesig, da standen zig Parteien drauf. Dann gab es noch zwei Zettel, auf denen ich sogar mehrere Kandidaten ankreuzen konnte.

Aber, jetzt kommt es: Seitdem ich wählen darf und wann immer ich diese Chance auch wahrgenommen habe, hat es das in der Form noch nicht gegeben. Da konnte man doch auf dem einen Zettel tatsächlich einem Kandidaten sogar mehrere Stimmen geben und auf zwei Zetteln mehrere Kandidaten ankreuzen. Auf dem einen bis zu 60! Ja, das war völlig neu für mich, da musste ich erst mal durchsteigen, wo ich nun mein Kreuz, bzw. meine Kreuze mache.

Ist es nicht auch im Leben so, dass wir mehrere Wahlmöglichkeiten haben? Manchmal möchten wir, dass alles so bleibt, wie es ist. Doch manchmal wünschen wir uns vielleicht, dass sich eine Situation, in der wir stecken, möglichst schnell verändert, wir verspüren eine richtige Aufbruchstimmung. Die Frage ist nur: Ist es auch der richtige Zeitpunkt, etwas zu verändern? Und wie merke ich, wann der richtige Zeitpunkt ist?

Vor elf Jahren bin ich in diese Wohnung gezogen, in der ich zurzeit lebe. Schon lange vor diesem Umzug habe ich mich damit beschäftigt und Wohnungen besichtigt. Ich wollte damals unbedingt raus aus der Wohnung, in der ich wohnte, weil es dort zu laut war. Doch dann träumte ich in einer Nacht, dass noch nicht der richtige Zeitpunkt für einen Umzug gekommen war. Also wartete ich, bis es so weit war. Ein Jahr später war es so weit. Dann lief auch alles relativ schnell und einfach: Eines Tages sah ich einen Aushang bei meinem Arbeitgeber, in dem eine Wohnung angeboten wurde. Ich besichtigte sie und griff sofort zu. Ich wusste damals einfach, das ist meine Wohnung. Und tatsächlich schien diese Wohnung auf mich gewartet zu haben, denn ich war die Erste, die sie besichtigte und vermutlich auch die Einzige, weil ich mich sofort für sie entschied. Auch mit dem Umzug klappte damals alles gut und die alte Wohnung bekam auch schnell einen neuen Mieter. Es war, als wäre alles für mich bereit. Daraus schloss ich, dass der Zeitpunkt für die Veränderung - den Umzug - richtig war.

Jetzt, nach elf Jahren, habe ich sie wieder, diese Aufbruchstimmung. Innerlich habe ich mich verändert und möchte mich auch im Äußeren gerne verändern. Doch wieder heißt es, auf den richtigen Zeitpunkt warten und die Zeichen abwarten. Denn wenn ich diesmal umziehe, dann kann es sein, dass es eine berufliche Veränderung mit sich bringt und das will alles genau überlegt und geplant sein. Aber diese Woche bekam ich doch tatsächlich wieder so ein paar Zeichen: Ich saß im Bus und fuhr an einem Plakat vorbei, auf dem stand, dass Abschied sich lohnt. Dann war ich zu Besuch in einer Stadt, die zu meinen heimlichen Favoriten zählt, falls ich mich verändere.  Zweimal fragte man mich dort, welche Straßenbahn in einen bestimmten Stadtteil fährt. Irgendwie sah ich wohl aus, als wäre ich von dort.  :-) Ja, von dieser Stadt habe ich mir jetzt erst mal einen Stadtplan gekauft, um mich besser zu orientieren. Man weiß ja nie.  :-)

Wenn wir offen sind und uns von unserer Herzensweisheit, unserem inneren Meister oder Schutzengel führen lassen, dann gibt es viele Möglichkeiten, wie diese mit uns kommunizieren und uns zeigen, dass es Zeit wird, etwas zu verändern oder auch nicht. Ich bin gespannt, wann bei mir der richtige Zeitpunkt ist und wohin die Reise diesmal geht.

Tipp: Vielleicht stecken Sie selbst gerade in dieser Aufbruchstimmung oder es “droht” eine Veränderung. Dann bitten Sie doch Ihre inneren, weisen  Helfer um Führung und lassen Sie sich durch Träume oder im täglichen Leben zeigen, wann der Zeitpunkt für den Aufbruch in die Veränderung gekommen ist.

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