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März 2010
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Archiv der Kategorie Innere Weisheit

Lebenszyklen begleiten uns auf dem Weg

Was verbinden Sie mit dem Sommer? Vielleicht Sonne, Urlaub, Eis, viel draußen sein? Oder was fällt Ihnen sonst noch dazu ein? Am Freitag saß ich in einem Café, bzw. draußen, denn es war schön warm und die Sonne schien. Während ich meinen Cappuccino und mein Stück Erdbeertorte genoss, beobachtete ich die Menschen, die vorbeigingen und dachte über die Jahreszeiten nach. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich einfach wunderbar. Ich genoss so richtig die Vorteile, die der Sommer mit sich bringt. Natürlich hat der Sommer, wie alle Jahreszeiten, auch seine Schattenseiten, z. B. die vielen Gewitter, die oft auf unberechenbare Weise kommen oder wenn es sehr heiß wird und man bei der Hitze keinen Urlaub hat, sondern im Büro sitzt und schwitzt. Doch an die Nachteile wollte ich am Freitag nicht denken.

Auch die anderen Jahreszeiten haben ihre schönen Seiten. Im Frühling erwacht alles wieder zum Leben. Nach einem langen, kargen Winter, blüht dann wieder alles in Hülle und Fülle. Wenn der Herbst sich ankündigt, dann weiß man, dass das Jahr schon wieder fast vorbei ist. Er bietet oft noch viele schöne Sonnentage, an denen es aber nicht mehr so heiß ist wie im Sommer, so dass man manches unternehmen kann, wozu man im Sommer eher keine Lust hatte. Der Herbst bereitet auch auf den Winter vor. Man gewöhnt sich langsam wieder daran, es sich drinnen gemütlich zu machen, mit einer Tasse Tee und einem interessanten Buch zum Beispiel. Und wenn es im Winter draußen so richtig kalt ist, dann  ist man dankbar dafür, dass man eine schöne Wohnung hat, in der man sich gerne aufhält und freut sich wieder auf das Frühjahr, wenn alles wieder zum Leben erwacht.

So wie mit den Jahreszeiten ist es auch mit den Lebenszyklen. Man sagt z. B., dass sich die Zellen des Körpers alle sieben Jahre erneuern. Manche Menschen beobachten, dass sich alle sieben Jahre etwas in ihrem Leben ändert. Bei anderen Menschen sind es auch Zyklen von zwölf Jahren. Zyklen kommen und gehen, weil das Leben Veränderung ist. Alles entfaltet sich, so auch unser Bewusstsein und damit auch unsere Lebensumstände.

Vielleicht fragen Sie jetzt, was das alles eigentlich soll? Warum es diese Zyklen gibt und wie Sie damit umgehen sollen?

Nun, ich habe für mich die Antwort gefunden, dass ich hier bin, um zu lernen, aus dem Herzen zu leben, das Göttliche in mir zu leben, das, was mich als Seele ausmacht. Vielleicht haben Sie sich dieses Ziel auch vorgenommen, vielleicht ist Ihr Ziel auch ein anderes. Damit wir immer wieder neue Herausforderungen und auch die Gelegenheit haben, in unserem Bewusstsein zu wachsen, gibt es die verschiedenen Lebenszyklen. Dabei ist es wunderbar, wenn es uns gelingt, immer mehr im Hier und Jetzt zu sein und in jedem Zyklus das zu genießen, was er uns an Potenzial bietet und dankbar dafür zu sein. Ja, da fällt mir übrigens auch das ungeliebte Thema “älter werden” ein. Aber wenn wir älter werden, dann können wir auch weiser werden. Das hat manchmal ungeahnte Vorteile. Erst neulich habe ich gedacht, wenn ich doch damals vor 20 Jahren schon die Weisheit von heute gehabt hätte, dann hätte ich vieles anders gemacht. Doch dazu waren einfach noch ein paar Zyklen nötig, bis es so weit war, dass ich das Bewusstsein habe, was ich heute habe und dieser Entfaltungsprozess geht immer so weiter, für jeden in seinem Tempo, Schritt für Schritt.

Also: Genießen Sie den Sommer mit all seinen Facetten, der nächste Herbst und der nächste Winter kommen bestimmt.

Tipp: Meditieren oder kontemplieren Sie über die Zyklen in Ihrem Leben. Können Sie einen roten Faden entdecken? In welchen Zeitabständen gab es Veränderungen in Ihrem Leben? Wie fühlen Sie sich in dem Zyklus, den Sie im Moment durchlaufen? Fokussieren Sie dann die Aufmerksamkeit auf das Ziel, dass Sie sich Ihrer eigenen Göttlichkeit bewusst werden möchten (wenn Sie sich dieses Ziel für diese Inkarnation gesetzt haben) und schauen Sie, wie viel Sie schon in den vergangenen Zyklen und in dem laufenden darüber gelernt haben.

Aufbruchstimmung - oder wann stehen die Zeichen auf Veränderung

Heute bin ich - wie es sich für einen braven Bürger gehört - wählen gegangen. Zuerst wollte ich ja nicht, schließlich weiß man heute nicht so recht, wer denn die eigenen Interessen am besten vertritt, aber dann dachte ich mir, dass es ja auch ein Geschenk ist, dass man die Gelegenheit hat zu wählen.  In meinem Bundesland hatte ich heute nicht nur die Chance, Kandidaten für das Europaparlament zu wählen, sondern auch noch für den Ortsbeirat und den Stadtrat. Mehrere Stimmzettel also.  Der eine war ziemlich riesig, da standen zig Parteien drauf. Dann gab es noch zwei Zettel, auf denen ich sogar mehrere Kandidaten ankreuzen konnte.

Aber, jetzt kommt es: Seitdem ich wählen darf und wann immer ich diese Chance auch wahrgenommen habe, hat es das in der Form noch nicht gegeben. Da konnte man doch auf dem einen Zettel tatsächlich einem Kandidaten sogar mehrere Stimmen geben und auf zwei Zetteln mehrere Kandidaten ankreuzen. Auf dem einen bis zu 60! Ja, das war völlig neu für mich, da musste ich erst mal durchsteigen, wo ich nun mein Kreuz, bzw. meine Kreuze mache.

Ist es nicht auch im Leben so, dass wir mehrere Wahlmöglichkeiten haben? Manchmal möchten wir, dass alles so bleibt, wie es ist. Doch manchmal wünschen wir uns vielleicht, dass sich eine Situation, in der wir stecken, möglichst schnell verändert, wir verspüren eine richtige Aufbruchstimmung. Die Frage ist nur: Ist es auch der richtige Zeitpunkt, etwas zu verändern? Und wie merke ich, wann der richtige Zeitpunkt ist?

Vor elf Jahren bin ich in diese Wohnung gezogen, in der ich zurzeit lebe. Schon lange vor diesem Umzug habe ich mich damit beschäftigt und Wohnungen besichtigt. Ich wollte damals unbedingt raus aus der Wohnung, in der ich wohnte, weil es dort zu laut war. Doch dann träumte ich in einer Nacht, dass noch nicht der richtige Zeitpunkt für einen Umzug gekommen war. Also wartete ich, bis es so weit war. Ein Jahr später war es so weit. Dann lief auch alles relativ schnell und einfach: Eines Tages sah ich einen Aushang bei meinem Arbeitgeber, in dem eine Wohnung angeboten wurde. Ich besichtigte sie und griff sofort zu. Ich wusste damals einfach, das ist meine Wohnung. Und tatsächlich schien diese Wohnung auf mich gewartet zu haben, denn ich war die Erste, die sie besichtigte und vermutlich auch die Einzige, weil ich mich sofort für sie entschied. Auch mit dem Umzug klappte damals alles gut und die alte Wohnung bekam auch schnell einen neuen Mieter. Es war, als wäre alles für mich bereit. Daraus schloss ich, dass der Zeitpunkt für die Veränderung - den Umzug - richtig war.

Jetzt, nach elf Jahren, habe ich sie wieder, diese Aufbruchstimmung. Innerlich habe ich mich verändert und möchte mich auch im Äußeren gerne verändern. Doch wieder heißt es, auf den richtigen Zeitpunkt warten und die Zeichen abwarten. Denn wenn ich diesmal umziehe, dann kann es sein, dass es eine berufliche Veränderung mit sich bringt und das will alles genau überlegt und geplant sein. Aber diese Woche bekam ich doch tatsächlich wieder so ein paar Zeichen: Ich saß im Bus und fuhr an einem Plakat vorbei, auf dem stand, dass Abschied sich lohnt. Dann war ich zu Besuch in einer Stadt, die zu meinen heimlichen Favoriten zählt, falls ich mich verändere.  Zweimal fragte man mich dort, welche Straßenbahn in einen bestimmten Stadtteil fährt. Irgendwie sah ich wohl aus, als wäre ich von dort.  :-) Ja, von dieser Stadt habe ich mir jetzt erst mal einen Stadtplan gekauft, um mich besser zu orientieren. Man weiß ja nie.  :-)

Wenn wir offen sind und uns von unserer Herzensweisheit, unserem inneren Meister oder Schutzengel führen lassen, dann gibt es viele Möglichkeiten, wie diese mit uns kommunizieren und uns zeigen, dass es Zeit wird, etwas zu verändern oder auch nicht. Ich bin gespannt, wann bei mir der richtige Zeitpunkt ist und wohin die Reise diesmal geht.

Tipp: Vielleicht stecken Sie selbst gerade in dieser Aufbruchstimmung oder es “droht” eine Veränderung. Dann bitten Sie doch Ihre inneren, weisen  Helfer um Führung und lassen Sie sich durch Träume oder im täglichen Leben zeigen, wann der Zeitpunkt für den Aufbruch in die Veränderung gekommen ist.

Wie das Leben zu uns spricht

Sicher kennen Sie das auch. Sie haben eine drängende Frage, auf die Sie gerne möglichst schnell eine Antwort hätten. Doch woher kommt die Antwort?

Manche Menschen haben Meditations- oder Kontemplationstechniken für sich entdeckt, mit denen sie die Antwort direkt aus dem Herzen erhalten. Das ist wunderbar, eignet sich aber nicht unbedingt, wenn man irgendwo unterwegs ist und schnell eine Antwort braucht, aber nicht die Stille für eine Meditation oder Kontemplation hat. Aber Ihre innere Weisheit spricht auch im täglichen Leben zu Ihnen. Man kann, wenn man es möchte, das gesamte Leben als eine spirituelle Erfahrung begreifen. Früher fiel mir das auch schwer. Ich saß manchmal stundenlang an einem Platz und meditierte. Ich wollte am liebsten den ganzen Tag meditieren und nicht so richtig am Leben teilnehmen. Es war für mich “unspirituell”. Doch dann erlebte ich es eines Tages, dass die höhere Weisheit auch im täglichen Leben zu mir sprach.

Auch diese Woche hatte ich wieder einige solche Erfahrungen. So am Monatsende drehten sich meine Gedanken wieder ständig um die Finanzen und um den Geldmangel. Ich fragte mich auch, wann sich das endlich ändern würde. Als ich in einem Laden war, wo es auch Zeitschriften und Zeitungen gibt,  fiel mein Blick auf die Schlagzeile auf der ersten Seite einer bekannten Bouleward-Zeitschrift. Dort stand: “Steuergeschenk. Im März gibt es mehr Geld.” Irgendwie besserte das meine Laune schlagartig. Ich interpretierte das als Antwort auf meine Frage. Nicht, dass es im März mehr Geld geben wird, sondern dass ich in nicht allzu ferner Zukunft mehr Geld haben würde.

Ein paar Tage später machte mir die innere Weisheit bewusst, in was für Glaubenssätzen ich aber immer noch festhänge. Glaubenssätze, die im Widerspruch zu einem Leben in Reichtum und Fülle stehen. Ich stand in der Mittagspause an der Kasse der Kantine. Da man bei der Firma, bei der ich arbeite, nur mit wiederaufladbarer Karte zahlen kann, muss man immer darauf achten, dass man genug Geld auf der Karte hat. Einen Teil hatte ich schon mit der Karte bezahlt. Für die Süßigkeiten - ja, ich konnte mich mal wieder nicht beherrschen :-) - musste sich erst noch jemand nach dem Preis erkundigen. Während ich darauf wartete, sie endlich bezahlen zu können, fertigte die Kassiererin andere Kollegen ab. Plötzlich sagte sie zu jemandem: “Sie haben zu wenig Kredit.” Sofort fühlte ich mich angesprochen und reagierte, obwohl ich nicht gemeint war. Diese Szene zeigte mir deutlich, dass ich noch immer denke, ich habe nicht genug Geld und dann natürlich auch nicht genug Kredit zum Leben. Sobald es um den Mangel geht, fühle ich mich immer noch automatisch angesprochen. Ich musste so sehr lachen. Seit Wochen versuche ich innerlich in einem Bewusstsein der Fülle zu sein und diese Szene meines Lebens zeigte mir, dass ich das immer noch nicht so recht kann. Aber ich war dankbar dafür, dass mir das dadurch wieder bewusst wurde. Denn ist es mir erst einmal bewusst, kann ich daran arbeiten, etwas zu verändern.

Das Leben spricht natürlich nicht nur in Gelddingen zu uns. Auch bei anderen Themen hat es bei mir schon geklappt. Vor Jahren hatte ich einen Chef, der mich ziemlich nervte. Er war sehr emotional, kam meistens fünf Minuten vor Dienstschluss und wollte noch etwas Dringendes erledigt haben.  Ab und zu ist das ja in Ordnung, aber eben nicht ständig. Er selbst kam nämlich oft erst mittags und arbeitete bis spät abends, während wir schon pünktlich morgens um 08:30 Uhr am Arbeitsplatz waren. Irgendwann fragte ich mich: “Wie lange soll das noch so gehen, es ist einfach nicht in Ordnung?” Ein paar Tage später ging ich bei unserer Firma durch die Eingangspforte, als ich hörte, wie jemand zu einer anderen Person sagt: “Er wird nicht mehr lange bleiben.”Sofort wusste ich intuitiv, dass das eine Botschaft der inneren Weisheit bezüglich meines Chefs war. Und tatsächlich: Es dauerte nicht lange und dieser Chef verließ das Unternehmen und wir bekamen einen neuen Chef.

Tipp: Üben Sie es doch mal bewusst, im täglichen Leben Hinweise von der inneren Weisheit zu bekommen. Am Anfang traut man sich vielleicht noch nicht so richtig und denkt, das kann doch gar nicht sein. Das sehe ich jetzt bestimmt nicht richtig. Aber mit der Zeit werden Sie immer sicherer und wissen genau, dass das Erlebte eine Antwort auf Ihre Frage ist.  Wenn Sie eine Frage über Ihr Leben haben, bewegen Sie diese in Ihrem Herzen und bitten Sie Ihre innere Weisheit um Antwort. Achten Sie darauf, was Ihnen im Alltag begegnet. Das können Autobeschriftungen, Schlagzeilen, Plakate, ein Lied im Radio, ein Radiosprecher oder aber auch Menschen in Ihrer Umgebung sein, so wie in den Beispielen mit der Kassiererin und dem Chef. Wenn Sie etwas lesen oder hören, dann beobachten Sie, wann es bei Ihnen “klick” macht und Sie das berühmte Aha-Erlebnis haben. Das was Sie gesehen oder gehört haben, könnte die Antwort auf Ihre Frage sein. Sie können sich dann fragen: Wenn das ein Traum wäre, wie würde ich ihn deuten? Welche Antwort gibt mir das Gehörte oder Gelesene auf meine Frage. Schreiben Sie die Erfahrung in Ihr Tagebuch und schauen Sie, was sich in Ihrem Leben verändert. Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei, wenn Sie entdecken, wie das Leben zu Ihnen spricht.

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