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8.9.2009 von Anne.
Neulich stand ich an der Bushaltestelle und es regnete. Neben mir stand eine Frau und fragte mich, wann der Bus denn kommen würde. Ich antwortete ihr, dass der Bus schon etwas zu spät dran sei. Sie stand noch eine Weile da und überlegte, ob sie warten sollte oder ob sie trotz des Regens zu Fuß zur nächsten Haltestelle gegen sollte. Der Bus war immer noch nicht in Sicht, als sie sich in Bewegung setzte, um zur nächsten Haltestelle zu laufen. Kurze Zeit später kam er dann und wir fuhren an ihr vorbei. Es regnete noch immer in Strömen und ich dachte darüber nach, wie dankbar ich doch sein konnte, dass ich jetzt im warmen, trockenen Bus saß, weil ich die Geduld hatte, auf ihn zu warten.
Es gibt so viele Dinge, bei denen man Geduld haben muss. Welche Dinge fallen Ihnen da ein? Also mir fallen da eine ganze Menge Dinge ein. Die Hitliste dieser Dinge wird angeführt von den öffentlichen Verkehrsmitteln.Wie oft muss ich, wenn ich umsteige, manchmal sogar bis zu 20 Minuten warten, bis mein Anschluss-Bus oder -Zug kommt. Und das bei jeder Wetterlage, wenn ich gerade unterwegs bin.
Auch der Computer gehört zur Hitliste der Dinge, mit denen man Geduld lernen kann, jedenfalls geht es mir so, gerade, wenn ich neue Programme ausprobieren möchte oder eine Internetseite kreiere oder der Computer nach dem Hochfahren mal wieder etwas langsam ist.
Auch die großen Dinge im Leben erfordern manchmal viel Geduld. Dazu gehören für mich z. B. auch berufliche Veränderungen. Dort den Zeitpunkt abzupassen, wann es richtig ist, z. B. aus dem Angestelltenjob in die reine freiberufliche Tätigkeit zu wechseln und nichts zu überstürzen, erfordert von mir manchmal eine ziemliche Geduld, gerade, wenn ich in beiden Jobs mal wieder viel zu tun habe und denke, dass ich das gar nicht mehr schaffe. Genauso ist es mit örtlichen Veränderungen. Da hat man vielleicht den inneren Drang, in eine andere Stadt zu ziehen und weiß doch, dass man das nicht sofort umsetzten kann, weil zu viel daran hängt. Aber vielleicht ist ja in 1-2 Jahren der richtige Zeitpunkt gekommen und dann fügt sich alles, weil man Geduld hatte?
Doch warum schreibe ich hier überhaupt über die Geduld? Geduld ist für mich eine spirituelle Tugend. Sie hat mit Hingabe und Vertrauen zu tun. Hingabe an das große Ganze, eine höhere Kraft, die alles lenkt und führt, den Heiligen Geist oder wie auch immer Sie das nennen möchten. Mit der Hingabe geht das Vertrauen einher. Wenn ich Vertraue, dann kann ich mich hingeben. Dann kann ich auf meine inneren Impulse achten, die mir zeigen, welche Schritte in meinem Leben jetzt folgen oder ob es noch angesagt ist, Geduld zu haben.
Tipp: Beobachten Sie sich doch mal selbst. In welchen Augenblicken sind Sie besonders ungeduldig? was in Ihrem Leben lehrt Sie, mehr Geduld zu haben? Fragen Sie Ihren Schutzengel oder Ihren spirituellen Führer, wie er/sie Sie dabei unterstützen kann, aus der Ungeduld in die Geduld hineinzuwachsen.
Geschrieben in Eigenverantwortung, Hingabe, Innere Führung, Heiliger Geist, Geduld, Zufriedenheit, Aufmerksamkeit, Dankbarkeit | Drucken | Keine Kommentare »
1.9.2009 von Anne.
Kennen Sie das auch? Manchmal trifft man Menschen und fragt sich, warum sie jetzt gerade so handeln, wie sie handeln. Warum sie sich vielleicht über irgend etwas aufregen, was einen selbst überhaupt nicht aufregt. Ja, wir sind schon alle unterschiedlich und wenn man anfängt, sich selbst mit anderen zu vergleichen, dann kann es schon mal passieren, dass man an sich selbst zweifelt.
Neulich war mal wieder so ein Tag, an dem ich an mir selbst und meinem Leben zweifelte. Ich fragte mich, ob ich wirklich alles richtig mache. Manchmal gibt es Zeiten, da vernehme ich meine Intuition ganz klar und deutlich. An anderen Tagen sind zu viele Gedanken dazwischen, und ich frage mich, “wer spricht denn da eigentlich?” Auch wenn ich für mich weiß, dass die Intuition ein Kommunikationsmittel der Seele mit meinem menschlichen Selbst ist und deshalb die übermäßige Selbstkritik und die Selbstzweifel gar nicht die Stimme der Intuition sein können, fällt es mir manchmal schwer, das auch in jeder Minute meines Lebens, in der diese Selbstzweifel auftreten, zu realisieren. Ich vergesse dann , dass jede Seele, bevor sie hier auf dieser Erde inkarniert, einen Lebensplan mit auf den Weg bekommt, den sie erfüllen möchte und dass man sich deshalb gar nicht mit anderen vergleichen kann, denn jeder Lebensplan ist einzigartig und Selbstzweifel stehen meiner Ansicht nach dem im Weg, diesen Lebensplan zu erfüllen.
Doch manchmal vergisst man, warum man hier in dieser Welt lebt, man vergisst, sich selbst so zu lieben und anzunehmen, wie man ist. Dann ist es gut, wenn man einen Schutzengel oder spirituellen Führer an der Seite hat, der einem dabei hilft, sich wieder für die Liebe zu öffnen und einen an den eigenen Lebensplan erinnert. Diese Unterstützung kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise geschehen. Bei mir kam sie an jenem Tag neulich, als ich an der Bushaltestelle einer Frau begegnete, die ein T-Shirt trug, auf dem stand: “Do it your way, every day.” (Tue es auf deine Art und Weise, jeden Tag.) Dieses T-Shirt erinnerte mich wieder daran, dass ich einzigartig bin und die Dinge nur so erledigen kann, wie es zu mir passt. Und genauso ist es mit Ihnen. Auch Sie sind einzigartig und leben auf Ihre Art und Weise, nach Ihrem Lebensplan.
Tipp: Achten Sie darauf, wann in Ihrem Leben Sie an sich selbst zweifeln. Bitten Sie Ihren Schutzengel oder spirituellen Führer, dass er Sie dabei unterstützt, diese Selbstzweifel loszulassen und Tag für Tag immer mehr Ihre Einzigartigkeit zu erkennen.
Geschrieben in Innere Führung, Lebensaufgabe, Eigenverantwortung, Einzigartigkeit, Glaubenssätze | Drucken | Keine Kommentare »
11.8.2009 von Anne.
Neulich, als endlich mal schönes Sommerwetter war, war ich mit einer Freundin abends weg. Wir saßen im Biergarten einer kleinen Kneipe in einem Stadtteil von Mainz. Der Biergarten war mehr ein kleiner Innenhof, mit ein paar Tischen. Fast so, wie ich mir immer einen Innenhof für ein eigenes Haus wünsche.
Plötzlich fing ich an, mir darüber Gedanken zu machen, ob es wohl richtig sei, ein Bier zu trinken. Ein Teil in mir sagte: Wenn ich ein spiritueller Mensch bin und wachsen möchte, dann sollte ich lieber auf das Bier verzichten. Ein anderer Teil in mir wollte einfach das Leben genießen und manchmal gehört im Sommer, in netter Gesellschaft für diesen Teil ein Bier eben dazu. So ging es eine ganze Weile innerlich hin- und her. War es nicht besser, asketisch zu sein und auf jeglichen Alkohol verzichten, fragte ich mich? Nun, ich bin als Mensch eher so gestrickt, dass ich alles hundertprozentig machen will. Meine spirituelle Entfaltung ist mir sehr wichtig und dafür bin ich auch bereit, auf manche Dinge zu verzichten. Aber an jenem Abend siegte der Teil in mir, der einfach das Leben genießen wollte, und ich bestellte mir mein Bier. Nun, der andere Teil, der es mir nicht erlauben wollte, zerrte weiter an mir.
Doch dann geschah etwas Erstaunliches: Als die Kellnerin mir das Bier brachte, sagte sie: “Schauen Sie mal. Ich habe Ihnen ein Herz in den Bierschaum gemacht.” Tatsächlich, der Bierschaum hatte oben auf der Krone die Form eines Herzens. Das berührte mich so sehr, dass ich mein Herz öffnen konnte und die Liebe, die für mich in diesem ganz besonderen Geschenk lag, das mir in diesem Moment zuteil wurde, spüren konnte. Meine Zweifel darüber, ob es nun richtig war, dieses Bier zu trinken oder nicht, konnte ich dadurch loslassen.
Nun, meine innere Führung meinte wohl, ich würde noch ein weiteres Zeichen der Liebe brauchen: Es kam der Hund der Wirtin zu uns an den Tisch. Hunde sind für mich ein Symbol für bedingungslose Liebe. Sie sind einfach, wie sie sind und geben ihre Liebe freimütig, zumindest normalerweise.
Was ist für Sie das Wichtigste im Universum? Haben Sie sich darüber schon mal Gedanken gemacht? Für mich ist es die Liebe, bedingungslose, göttliche Liebe, die alles Leben liebt, so wie es ist. Diese Liebe gibt uns Zeichen, wenn wir wachsam sind und nicht zu viel Bier trinken
An diesem Abend waren meine Zeichen das Herz im Bierschaum und der Hund, der an unseren Tisch kam. Beides zeigte mir, dass ich geliebt werde, so wie ich bin.
Für mich enthielt dieser Abend neben dem Geschenk der bedingungslosen Liebe eine weitere wertvolle Lektion: Ich wurde wieder mal daran erinnert, wie wichtig die Balance ist. Nicht totale Askese ist der Weg, natürlich auch nicht ein ungesundes Leben mit viel Alkohol, etc. sondern die goldene Mitte. Wichtig ist es, dabei immer mit offenem Herzen auf die innere Führung durch das Höhere Selbst, den Schutzengel oder inneren Meister zu hören, was in diesem Augenblick der richtige Weg ist. Wenn Sie offen sind, dann bekommen Sie die Zeichen auf Ihre ganz persönliche Art und Weise, so wie Sie es am besten verstehen.
Tipp: Achten Sie in der nächsten Zeit doch mal ganz besonders auf die Zeichen der bedingungslosen Liebe in Ihrem Leben. Denken Sie mal darüber nach, was für Sie ein Zeichen der Liebe sein könnte, so wie es bei mir z. B. Hunde sind. Wenn Sie in einer Situation nicht wissen, was Sie tun sollen, dann hören Sie auf Ihr Herz und bitten um ein klares Zeichen, vielleicht sind Sie dann genauso überrascht über die Antwort wie ich mit dem Herzen im Bierschaum.
Geschrieben in Innere Führung, Eigenverantwortung, Glaubenssätze, Göttliche Liebe, Geschenke | Drucken | Keine Kommentare »