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März 2010
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Archiv der Kategorie Herzenergie

Macht Kuchen glücklich?

Diese Woche hatte ich mal wieder so eine richtige Frustwoche. Immer, wenn ich viele Termine und Stress habe und gar nicht dazu komme, das zu tun, was ich gerne tue, dann bin ich leicht frustriert.

Doch mitten in diesem ganzen Frust gab es Lichtblicke, die mir letztendlich gezeigt haben, was wirklich wichtig ist.

Der erste Tag, an dem ich einen solchen Lichtblick erlebte, war der Mittwoch. Ich hatte schlecht geschlafen und war ziemlich lustlos im Büro, als meine Kollegin mit ihrem selbst gebackenen Kuchen ankam.  Nachdem ich ein Stück von dem Kuchen gegessen hatte, fühlte ich mich so viel besser. Ich war für einen Moment richtig glücklich. Geht das? Kuchen, der glücklich macht? Ist das nicht alles Einbildung, werden Sie jetzt vielleicht sagen.  Doch als ich mittags in unserer Firma in die Kantine ging, bestätigte mich das noch mehr in dem, was ich gefühlt hatte, weil der Unterschied zwischen dem Kuchen und dem Essen dort so groß war. Das Essen schmeckte mir nämlich überhaupt nicht.

Natürlich war es kein Zufall, dass ich den Gegensatz - der leckere Kuchen und das Essen in der Kantine, das nicht schmeckte,  an jenem Mittwoch so erlebt habe.  Manchmal kann man die Dinge am besten begreifen, wenn man den Gegensatz dazu erfährt. Hell und dunkel, heiß und kalt, glücklich und unglücklich, etc.

Manche spirituellen Wege gehen davon aus, dass diese Erde eine Schule ist. Eine Schule für die Seele, damit sie lernt, immer mehr im Einklang mit der göttlichen Liebe oder dem Heiligen Geist zu leben. Würden wir nur in dieser Liebe leben, wüssten wir gar nicht, was Liebe ist, weil wir nicht wüssten, wie es ist, wenn man ohne sie leben muss. Der Zustand, in dem wir dann sein würden, wäre immer der Gleiche. Klingt plausibel, oder? Nun ja, jedenfalls für mich klingt das plausibel. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich dieses Prinzip völlig bescheuert fand,  als ich das erste Mal davon hörte, denn wer möchte nicht immer in der bedingungslosen Liebe leben, ohne Schatten und Dunkelheit :-)

Gerade in der heutigen Zeit, in der so viele Menschen eher nur die Dunkelheit sehen, die sich diesmal in Form einer weltweiten Finanzkrise breit macht, halte ich es für wichtig, viel Zeit damit zu verbringen, etwas aus ganzem Herzen zu tun und Liebe in die Welt zu bringen. Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die diese Welt trotz aller Dunkelheit für einen Moment zu einem Ort des Lichts und der Schönheit machen können, wie z. B. ein Stück selbst gebackener Kuchen, ein Gedicht, ein Bild, eine nette Geste einem anderen Menschen gegenüber und noch vieles mehr. Und das beantwortet auch die Frage, ob Kuchen glücklich macht. Ja, er macht glücklich, wenn er mit Liebe und aus ganzem Herzen gebacken wurde.

Tipp: Lassen Sie sich von Ihrem Herzen führen. Atmen Sie sanft ein und aus und gehen Sie mit Ihrem Bewusstsein in Ihr Herz. Schauen Sie sich an, wie Sie Ihr Herz sehen. Vielleicht ist es ein goldenes Herz. Vielleicht sehen sie auch eine Blüte, die sich öffnet oder einen Lichtstrahl. Beobachten Sie, welche Bilder entstehen und welche davon Ihr Herz weit machen und öffnen. Fragen Sie dann Ihr Herz: Was kann ich heute tun, damit ich selbst glücklich bin und andere glücklich machen kann. Lassen Sie dann los und beginnen Sie den Tag. Schauen Sie auf die Gelegenheiten, die das Leben Ihnen bietet, Liebe zu verschenken.

Was zählt wirklich?

Nach einer Auszeit melde ich mich zurück. Und schon gleich gibt es eine kleine Veränderung: Der Blog heißt nicht mehr “Sein und Schreiben”, sondern “Herzensweisheit”. Warum? Nun, das werden wir noch sehen.

Schon seit einigen Wochen beschäftigt sich vermutlich jede Zeitung, jede Nachrichtensendung und jedes Nachrichtenportal hauptsächlich mit einem Thema: Die Finanzkrise.

Auch ich werde ständig davon berührt, denn wenn ich so meinen Kontostand anschaue und die Steuernachzahlung, die ich noch zu machen habe, dann kommt mir auch nur ein Wort über die Lippen: “Finanzkrise”, wenn auch nur im Kleinen.

Neulich habe ich dann festgestellt, dass ich vor lauter Angst schon Schlafstörungen hatte. Mein erster Gedanke nach dem Aufwachen war, Sie raten es sicher schon, mein Kontostand. Eine hervorragende Möglichkeit, um mit Angst und Unsicherheit in den neuen Tag zu starten :-).

Schließlich kreisten meine Gedanken nur noch um meine Finanzen. Ich spürte, dass mich das Ganze immer mehr hinunter zog, hinein in die Negativität, die Freudlosigkeit und den Frust.

Wo waren da die Freude, die Liebe und die Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens?

Vor lauter Sorgen hatte ich ganz vergessen, dass es einen Ort gibt, an dem sie immer existieren, ganz gleich, wie es in der Welt da draußen gerade aussieht.

Bei mir ist dieser Ort in meinem Herzen. Konzentriere ich mich ganz auf seine Weisheit, dann spüre ich, dass die Liebe, die Dankbarkeit und die Freude fließen, wie ein sanfter Strahl aus goldenem Licht. Das Herzzentrum ist ein Ort der Sicherheit für mich, auch in Krisenzeiten. Und wenn ich der Stimme des Herzens lausche, dann erkenne ich, was wirklich zählt  (jedenfalls für mich):

  • die Dankbarkeit für alles, was ich jetzt schon bin und habe.
  • die Liebe für mich selbst (ist allerdings noch etwas entwicklungsfähig :-)).
  • das Wissen, dass ich mein Leben eigenverantwortlich gestalten kann.
  • ein Leben im Einklang mit der göttlichen oder universellen Schöpferkraft.

Fragen Sie sich doch einmal: Was zählt wirklich für mich? Versuchen Sie, sich dabei auf Ihr Herz zu konzentrieren. Vielleicht gibt es auch eine Tätigkeit, die Sie Ihrem Herzen näher bringt. Bei mir ist das z. B. das Schreiben, manchmal sogar erstaunlicher Weise das Geschirrspülen. Dabei entspanne ich immer so schön.

Welche Tätigkeit ist es für Sie?

Tipp: Beginnen Sie mit einem Herz-Tagebuch. Treten Sie in Kommunikation mit Ihrem Herzen. Wenn Sie etwas haben, das Sie bedrückt, und Sie haben das Gefühl, dass Sie nicht mehr weiter wissen, schreiben Sie es in ein  paar Sätzen in Ihr Herz-Tagebuch. Dann nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Herzen auf, das geht z. B., indem Sie bewusst ins Herz hineinatmen. Fragen Sie, was Sie jetzt tun können, um mit der Freude, Liebe und Dankbarkeit in Ihrem Herzen in Kontakt zu kommen. Notieren Sie, was Ihnen Ihre Herzensweisheit antwortet.

Wenn Sie erst einmal innerlich in der Freude, Liebe und Dankbarkeit angekommen sind, dann wird sich dieser Zustand auch nach außen hin ausbreiten und das Leben wird Ihnen Ihren Weg ebnen. Allerdings habe ich auch schon festgestellt, dass man dabei etwas Geduld braucht  :-).

Schreiben Sie in dieses Buch nicht nur, wenn Sie Sorgen haben oder traurig sind, sondern auch, wenn Sie dankbar sind oder ein freudiges Erlebnis hatten. Dieses Buch kann Ihnen dabei helfen, auch in schwierigen Zeiten den Kontakt zu Ihrer Herzensweisheit zu halten und aus ihr heraus zu leben.

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