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Archiv der Kategorie Glück

Die Seele - der ewige Träumer

Diese Woche hatte ich wieder einige Tage, an denen es mir nicht so gut ging. Ich hatte mal wieder das Gefühl, als wäre das Leben ein einziger Kampf, den ich sowieso verlieren würde. Ich war wieder so richtig unglücklich. Vielleicht kennen sie das ja auch, dass es immer mal wieder Tage gibt, an denen man sich wirklich fragt, welchen Sinn das hat, was einem im Leben so passiert, und ob es überhaupt einen Sinn hat. Das sind dann bei mir die Zeiten, an denen ich nur die Dinge sehe, die nicht klappen, statt auf das zu schauen, was ich schon geschafft habe.

Also stellte ich mir die Frage, wie kann ich wieder glücklich werden. Was kann ich dafür tun? Denn schließlich habe ich es doch in der Hand, ob ich glücklich bin oder nicht.

Vor ein paar Tagen telefonierte ich mit einem sehr guten Freund. Er gab mir den Tipp, es mit Disziplin zu versuchen. Das bedeutet nicht, sich zu zwingen, glücklich zu sein, sondern die Disziplin zu haben, einfach weiterzugehen, an den eigenen Träumen zu arbeiten und alles dafür zu tun, um sie zu verwirklichen. Dann hat man nämlich gar keine Zeit mehr, unglücklich zu sein.

Das Wort Disziplin wird meiner Ansicht nach oft falsch verstanden. Auch ich habe es bisher immer falsch verstanden. Für mich hat es bisher immer bedeutet, dass ich diszipliniert funktionieren muss, so wie andere es von mir erwarten. Zumindest seit dem inspirierenden Telefonat an jenem Abend habe ich noch eine andere Form der Disziplin kennengelernt, die mir richtiger erscheint: Diszipliniert alles dafür zu tun, um die eigenen Träume zu verwirklichen. Doch was bedeutet es, die eigenen Träume zu verwirklichen? Wessen Träume? Wer bin ich wirklich?

Manche spirituellen Lehren sagen, dass wir Seele sind. Wir sind also nicht unser Körper, sondern Seele, ein göttlicher Funke, der ewig lebt. Vielleicht haben Sie das auch schon mal gehört oder es ist Ihnen sogar schon bewusst. Manchmal lebe ich in dem Bewusstsein, dass ich Seele bin, dann ist das wunderbar, dann kann ich gar nicht unglücklich sein, dann erkenne ich auch, welchen Sinn die Dinge haben, die ich erlebe. Doch natürlich gelingt mir das nicht immer.

Gestern hatte ich gegen morgen einen Traum dazu. Ich war noch mal kurz eingeschlafen und mir wurde bewusst, dass ich  Seele bin, der ewige Träumer. Ich träume mein Leben, ganz gleich, wo ich bin, hier in dieser Welt oder in der Ewigkeit, in den anderen Welten Gottes.

Tipp: Wenn  Sie unglücklich oder frustriert sind, dann fragen Sie sich: Was sind meine Träume? Was möchte ich hier verwirklichen? Was öffnet mein Herz, wenn ich es tue, wovon bin ich so begeistert, dass ich andere begeistern kann? Kontemplieren oder meditieren Sie darüber, was es für Sie bedeutet, Seele zu sein, der ewige Träumer.

Werkzeuge zum Glücklichsein

Ich sehe mir gerne Kochsendungen im Fernsehen an, auch wenn Kochen gar nicht so sehr zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt. Als ich neulich mal wieder eine Kochsendung sah, in der es um einen Wettbewerb zwischen Kochprofi und excellent kochendem Laien ging, fiel mir folgendes auf: Es gab perfekte Werkzeuge, alles Geräte, die das Kochen, die Dekoration und das Anrichten auf dem Teller erleichtern, damit es wirklich Spaß macht. Nehmen Sie doch z. B. mal eine Rührmaschine, die alle Zutaten automatisch rührt. Sie müssen sie noch nicht einmal halten. Sie füllen einfach die Zutaten ein, machen einen Deckel auf die Schüssel, schalten sie ein und sie rührt los. Wenn ich mir dagegen die Werkzeuge in meiner Küche so betrachte, wird mir schnell klar, warum ich nicht so gerne koche :-)

Doch natürlich geht es hier in diesem Artikel nicht um eine gut ausgestattete Küche, sondern diesmal möchte ich Ihnen die Frage stellen, welche Werkzeuge haben Sie zum Glücklichsein? Ich denke, um glücklich zu sein braucht man genauso bestimmte Werkzeuge, wie zum Kochen.

Wenn ich so für mich überlege, welche Werkzeuge ich zum Glücklich sein brauche, dann fallen mir einige ein: Ich höre zum Beispiel gerne Musik, schreibe gerne und lese gerne Bücher. Auch so ein Buchladen kann mich richtig glücklich machen.

Was fällt Ihnen dazu ein? Vielleicht ist es für Sie der Blick eines Babys, die Katze auf Ihrem Schoß oder das Herumtollen mit Ihrem Hund? Natürlich gibt es auch andere Dinge, die ich hier nicht erwähne, die Menschen in Glücksgefühle versetzen können :-)

Aber jetzt möchte ich noch eine Ebene tiefer gehen, über die reinen Glücksgefühle hinaus: Natürlich macht einen das, was man gerne tut, glücklich. Auch die Begegnung mit Menschen und Tieren kann einen erfüllen und so richtig in den Flow bringen. Aber die Kunst ist es ja, auch in Situationen glücklich zu sein, in denen man im Außen nichts oder nicht viel hat, was einen glücklich macht. Und mit “glücklich” meine ich hier nicht eine oberflächliche Fröhlichkeit, sondern Glück, das tief im Herzen empfunden wird. Um dieses Glück innerlich zu erleben, gibt es viele spirituelle Werkzeuge, wie z. B. Meditation oder Kontemplation. Wunderbar sind auch Erfahrungen, bei denen sich die göttliche Liebe oder der Heilige Geist auf die eine oder andere Art zeigen, z. B. als Licht oder als Ton. Wenn ich das erlebe, fühle ich mich wirklich gesegnet, mit Glück und Dankbarkeit erfüllt.

Tipp: Beobachten Sie sich selbt mal eine Woche lang. Wann fühlen Sie sich glücklich und was wirft Sie aus der “Glücksbahn”? Am besten notieren Sie sich, wann Sie wirklich tief in ihrem Herzen glücklich sind. Fragen Sie sich auch, welche spirituellen Werkzeuge habe ich, die mir dabei helfen, inneres Glück und Zufriedenheit zu erleben? Und, wenn wirklich alle Stricke reißen und Sie den goldenen Faden zu Ihrem inneren Glück verloren haben, dann empfehle ich Ihnen, HU (ausgesprochen hju) zu singen, ein Mantra, das das Herz für die bedingungslose, göttliche Liebe öffnet.

Macht Kuchen glücklich?

Diese Woche hatte ich mal wieder so eine richtige Frustwoche. Immer, wenn ich viele Termine und Stress habe und gar nicht dazu komme, das zu tun, was ich gerne tue, dann bin ich leicht frustriert.

Doch mitten in diesem ganzen Frust gab es Lichtblicke, die mir letztendlich gezeigt haben, was wirklich wichtig ist.

Der erste Tag, an dem ich einen solchen Lichtblick erlebte, war der Mittwoch. Ich hatte schlecht geschlafen und war ziemlich lustlos im Büro, als meine Kollegin mit ihrem selbst gebackenen Kuchen ankam.  Nachdem ich ein Stück von dem Kuchen gegessen hatte, fühlte ich mich so viel besser. Ich war für einen Moment richtig glücklich. Geht das? Kuchen, der glücklich macht? Ist das nicht alles Einbildung, werden Sie jetzt vielleicht sagen.  Doch als ich mittags in unserer Firma in die Kantine ging, bestätigte mich das noch mehr in dem, was ich gefühlt hatte, weil der Unterschied zwischen dem Kuchen und dem Essen dort so groß war. Das Essen schmeckte mir nämlich überhaupt nicht.

Natürlich war es kein Zufall, dass ich den Gegensatz - der leckere Kuchen und das Essen in der Kantine, das nicht schmeckte,  an jenem Mittwoch so erlebt habe.  Manchmal kann man die Dinge am besten begreifen, wenn man den Gegensatz dazu erfährt. Hell und dunkel, heiß und kalt, glücklich und unglücklich, etc.

Manche spirituellen Wege gehen davon aus, dass diese Erde eine Schule ist. Eine Schule für die Seele, damit sie lernt, immer mehr im Einklang mit der göttlichen Liebe oder dem Heiligen Geist zu leben. Würden wir nur in dieser Liebe leben, wüssten wir gar nicht, was Liebe ist, weil wir nicht wüssten, wie es ist, wenn man ohne sie leben muss. Der Zustand, in dem wir dann sein würden, wäre immer der Gleiche. Klingt plausibel, oder? Nun ja, jedenfalls für mich klingt das plausibel. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich dieses Prinzip völlig bescheuert fand,  als ich das erste Mal davon hörte, denn wer möchte nicht immer in der bedingungslosen Liebe leben, ohne Schatten und Dunkelheit :-)

Gerade in der heutigen Zeit, in der so viele Menschen eher nur die Dunkelheit sehen, die sich diesmal in Form einer weltweiten Finanzkrise breit macht, halte ich es für wichtig, viel Zeit damit zu verbringen, etwas aus ganzem Herzen zu tun und Liebe in die Welt zu bringen. Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die diese Welt trotz aller Dunkelheit für einen Moment zu einem Ort des Lichts und der Schönheit machen können, wie z. B. ein Stück selbst gebackener Kuchen, ein Gedicht, ein Bild, eine nette Geste einem anderen Menschen gegenüber und noch vieles mehr. Und das beantwortet auch die Frage, ob Kuchen glücklich macht. Ja, er macht glücklich, wenn er mit Liebe und aus ganzem Herzen gebacken wurde.

Tipp: Lassen Sie sich von Ihrem Herzen führen. Atmen Sie sanft ein und aus und gehen Sie mit Ihrem Bewusstsein in Ihr Herz. Schauen Sie sich an, wie Sie Ihr Herz sehen. Vielleicht ist es ein goldenes Herz. Vielleicht sehen sie auch eine Blüte, die sich öffnet oder einen Lichtstrahl. Beobachten Sie, welche Bilder entstehen und welche davon Ihr Herz weit machen und öffnen. Fragen Sie dann Ihr Herz: Was kann ich heute tun, damit ich selbst glücklich bin und andere glücklich machen kann. Lassen Sie dann los und beginnen Sie den Tag. Schauen Sie auf die Gelegenheiten, die das Leben Ihnen bietet, Liebe zu verschenken.