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März 2010
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Archiv der Kategorie Glaubenssätze

Herbst - Zeit des Loslassens und der Veränderung

Ja, es ist Herbst. Man sieht täglich immer mehr bunte Blätter auf der Straße und ein bisschen wehmütig macht es mich schon, wenn ich daran denke, dass der Sommer wohl vorbei ist. Manche Dinge würde ich gerne festhalten, die der Sommer immer mit sich bringt: Die lauen Nächte, an denen man noch bis spät abends draußen sitzen kann, der strahlend blaue Himmel, die Wärme, die es erlaubt, auch mal ein leichtes Kleid anzuziehen und vieles mehr. Doch wie jede Jahreszeit muss doch auch der Herbst irgend etwas haben, was sich lohnt.

Neulich wurde mir folgendes klar: Die Bäume lassen im Herbst ihre Blätter fallen. Sie lassen das, was sie nicht mehr benötigen, los. Auch ich habe mich entschieden, so nach und nach immer mal wieder ein paar alte Zeitschriften wegzuwerfen, die ich nicht mehr lese.  Das fällt mir manchmal gar nicht so leicht. Da liegt manchmal zwei bis drei Jahre eine Zeitschrift herum, weil ich denke, ich brauche noch irgendeinen Artikel darin. Wahrscheinlich würde diese Zeitschrift noch in zehn Jahren da liegen und noch weitere kämen hinzu, wenn ich jetzt nicht damit anfangen würde, sie loszulassen.

Loslasssen beinhaltet für mich aber auch gleichzeitig, dass etwas Neues kommen darf, eine Veränderung, denn schließlich soll der Platz, der leer geworden ist, ja gefüllt werden. Hm…ich beziehe das nicht unbedingt auf Zeitschriften :-) Ich beziehe es eher auf weitaus wichtigere Dinge, wie z. B. Beruf, Lebensumstände, Wohnung aber auch innere Muster, die mich daran hindern, etwas Neues zu wagen.

Neulich bekam ich ein Zeichen, das ich so deutete, dass auch in meinem Leben etwas im Umbruch ist (nicht nur das Wegwerfen von Zeitschriften), wenn er auch erst einmal im Inneren  beginnt, dieser Umbruch. Ich war mal wieder mit der Bahn unterwegs, diesmal mit dem Reiseziel Aschaffenburg. Der Zug kam pünktlich an und ich stieg am Bahnhof aus. Schon auf dem Bahnsteig fiel mir  auf, dass alles schön neu gemacht war. Ich begab mich in Richtung Ausgang, wobei es eine Weile dauerte, bis ich den Ausgang fand, denn der komplette Bahnhof war eine Baustelle! Es ging ein paar mal um die Ecken, durch Gänge, die mit Brettern verschalt waren, bis ich endlich draußen war.  Von außen sah es so aus, als hätte man den alten Bahnhof komplett abgerissen. Nun ist man dabei, ihn ein Stück weiter neu und größer und schöner wieder aufzubauen.

Mit den inneren Mustern ist es wie mit dem Bahnhof. Manchmal müssen erst alte Glaubenssätze, Gedankenmuster, Verletzungen, etc. gehen, damit das Neue, Schöne und Größere entstehen kann.

Tipp: Überlegen Sie sich, was der Herbst für Sie bedeutet. Wo möchten Sie gerne loslassen, in welchem Lebensbereich hätten Sie gerne etwas Neues? Bitten Sie Ihren spirituellen Führer oder Ihren Schutzengel um Unterstützung beim Loslassen überholter Denkweisen, alter Verletzungen, etc. und bei Hineinwachsen in das Neue, Schöne, Große.

Dieser Blog zieht demnächst um auf die Seite http://herzensweisheit.wordpress.com/blog/. Alle Artikel finden Sie auch jetzt schon dort!

Lebe auf deine Art und Weise - du bist einzigartig!

Kennen Sie das auch? Manchmal trifft man Menschen und fragt sich, warum sie jetzt gerade so handeln, wie sie handeln. Warum sie sich vielleicht über irgend etwas aufregen, was einen selbst überhaupt nicht aufregt. Ja, wir sind schon alle unterschiedlich und wenn man anfängt, sich selbst mit anderen zu vergleichen, dann kann es schon mal passieren, dass man an sich selbst zweifelt.

Neulich war mal wieder so ein Tag, an dem ich an mir selbst und meinem Leben zweifelte. Ich fragte mich, ob ich wirklich alles richtig mache. Manchmal gibt es Zeiten, da vernehme ich meine Intuition ganz klar und deutlich. An anderen Tagen sind zu viele Gedanken dazwischen, und ich frage mich, “wer spricht denn da eigentlich?” Auch wenn ich für mich weiß, dass die Intuition ein Kommunikationsmittel der Seele mit meinem menschlichen Selbst ist und deshalb die übermäßige Selbstkritik und die Selbstzweifel gar nicht die Stimme der Intuition sein können, fällt es mir manchmal schwer, das auch in jeder Minute meines Lebens, in der diese Selbstzweifel auftreten, zu realisieren. Ich vergesse dann , dass jede Seele, bevor sie hier auf dieser Erde inkarniert, einen Lebensplan  mit auf den Weg bekommt, den sie erfüllen möchte und dass man sich deshalb gar nicht mit anderen vergleichen kann, denn jeder Lebensplan ist einzigartig und Selbstzweifel stehen meiner Ansicht nach dem im Weg, diesen Lebensplan zu erfüllen.

Doch manchmal vergisst man, warum man hier in dieser Welt lebt, man vergisst, sich selbst so zu lieben und anzunehmen, wie man ist. Dann ist es gut, wenn man einen Schutzengel oder spirituellen Führer an der Seite hat, der einem dabei hilft, sich wieder für die Liebe zu öffnen und einen an den eigenen Lebensplan erinnert. Diese Unterstützung kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise geschehen. Bei mir kam sie an jenem Tag neulich,  als ich an der Bushaltestelle einer Frau begegnete, die ein T-Shirt trug, auf dem stand: “Do it your way, every day.” (Tue es auf deine Art und Weise, jeden Tag.) Dieses T-Shirt erinnerte mich wieder daran, dass ich einzigartig bin und die Dinge nur so erledigen kann, wie es zu mir passt. Und genauso ist es mit Ihnen. Auch Sie sind einzigartig und leben auf Ihre Art und Weise, nach Ihrem Lebensplan.

Tipp: Achten Sie darauf, wann in Ihrem Leben Sie an sich selbst zweifeln. Bitten Sie Ihren Schutzengel oder spirituellen Führer, dass er Sie dabei unterstützt, diese Selbstzweifel loszulassen und Tag für Tag immer mehr Ihre Einzigartigkeit zu erkennen.

Das Herz im Bierschaum - oder was ist das Wichtigste im Universum?

Neulich, als endlich mal schönes Sommerwetter war, war ich mit einer Freundin abends weg. Wir saßen im Biergarten einer kleinen Kneipe in einem Stadtteil von Mainz. Der Biergarten war mehr ein kleiner Innenhof, mit ein paar Tischen. Fast so, wie ich mir immer einen Innenhof für ein eigenes Haus wünsche.

Plötzlich fing ich an, mir darüber Gedanken zu machen, ob es wohl richtig sei, ein Bier zu trinken. Ein Teil in mir sagte: Wenn ich ein spiritueller Mensch bin und wachsen möchte, dann sollte ich lieber auf das Bier verzichten. Ein anderer Teil in mir wollte einfach das Leben genießen und manchmal gehört im Sommer,  in netter Gesellschaft für diesen Teil ein Bier eben dazu. So ging es eine ganze Weile innerlich hin- und her. War es nicht besser, asketisch zu sein und auf jeglichen Alkohol verzichten, fragte ich mich? Nun, ich bin als Mensch eher so gestrickt, dass ich alles hundertprozentig machen will. Meine spirituelle Entfaltung ist mir sehr wichtig und dafür bin ich auch bereit, auf manche Dinge zu verzichten. Aber an jenem Abend siegte der Teil in mir, der einfach das Leben genießen wollte, und ich bestellte mir mein Bier. Nun, der andere Teil, der es mir nicht erlauben wollte, zerrte weiter an mir.

Doch dann geschah etwas Erstaunliches: Als die Kellnerin mir das Bier brachte, sagte sie: “Schauen Sie mal. Ich habe Ihnen ein Herz in den Bierschaum gemacht.” Tatsächlich, der Bierschaum hatte oben auf der Krone die Form eines Herzens. Das berührte mich so sehr, dass ich mein Herz öffnen konnte und die Liebe, die für mich in diesem ganz besonderen Geschenk lag, das mir in diesem Moment zuteil wurde, spüren konnte. Meine Zweifel darüber, ob es nun richtig war, dieses Bier zu trinken oder nicht, konnte ich dadurch loslassen.

Nun, meine innere Führung meinte wohl, ich würde noch ein weiteres Zeichen der Liebe brauchen: Es kam der Hund der Wirtin zu uns an den Tisch. Hunde sind für mich ein Symbol für bedingungslose Liebe. Sie sind einfach, wie sie sind und geben ihre Liebe freimütig, zumindest normalerweise.

Was ist für Sie das Wichtigste im Universum? Haben Sie sich darüber schon mal Gedanken gemacht? Für mich ist es die Liebe, bedingungslose, göttliche Liebe, die alles Leben liebt, so wie es ist. Diese Liebe gibt uns Zeichen, wenn wir wachsam sind und nicht zu viel Bier trinken :-) An diesem Abend waren meine Zeichen das Herz im Bierschaum und der Hund, der an unseren Tisch kam. Beides zeigte mir, dass ich geliebt werde, so wie ich bin.

Für mich enthielt dieser Abend neben dem Geschenk der bedingungslosen Liebe eine weitere wertvolle Lektion: Ich wurde wieder mal daran erinnert, wie wichtig die Balance ist. Nicht totale Askese ist der Weg, natürlich auch nicht ein ungesundes Leben mit viel Alkohol, etc. sondern die goldene Mitte. Wichtig ist es, dabei immer mit offenem Herzen auf die innere Führung durch das Höhere Selbst, den Schutzengel oder inneren Meister zu hören, was in diesem Augenblick der richtige Weg ist. Wenn Sie offen sind, dann bekommen Sie die Zeichen auf Ihre ganz persönliche Art und Weise, so wie Sie es am besten verstehen.

Tipp: Achten Sie in der nächsten Zeit doch mal ganz besonders auf die Zeichen der bedingungslosen Liebe in Ihrem Leben. Denken Sie mal darüber nach, was für Sie ein Zeichen der Liebe sein könnte, so wie es bei mir z. B. Hunde sind. Wenn Sie in einer Situation nicht wissen, was Sie tun sollen, dann hören Sie auf Ihr Herz und bitten um ein klares Zeichen, vielleicht sind Sie dann genauso überrascht über die Antwort wie ich mit dem Herzen im Bierschaum.