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September 2009
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Archive für September 2009

Eigentlich ist mein Leben doch gut!

Noch vor ein paar Jahren habe ich mich ständig mit anderen Leuten verglichen. “Warum hat derjenige einen Partner und ich nicht? Warum darf jene Bekannte beruflich genau den Job machen, der ihr Traum ist und ich bin immer noch nicht in meinem Traumjob angelangt?  Warum wohnt eine Freundin von mir  in einem schönen Haus mit Garten, das die reinste Ruhneoase ist, während ich in einer Wohnung lebe, wo in der Nachbarwohnung öfters laut Musik gehört wird?”Diese Vergleiche  mit anderen haben mich viel Energie gekostet, die mir dann woanders wieder fehlte. Also überlegte ich mir, dass es so nicht weitergehen kann. Denn wenn ich mich ständig mit anderen vergleiche, dann zieht mich das runter. Es fehlt völlig die Wertschätzung für mich selbst und für das, was ich mir in meinem Leben bereits erschaffen habe.

Doch warum ist es so, dass nicht alle Menschen ein gleichartiges Leben führen? Dieser Frage wollte ich auf den Grund gehen und dachte darüber nach. Schließlich empfahl mir jemand das Buch Die Reisen der Seele von Michael Newton, einem amerikanischen Psychotherapeuten. Dieses Buch enthält Protokolle von Sitzungen, die er mit Menschen gemacht hat. Unter Hypnose hat er sie zurückgeführt in die  Zeit, bevor sie in ihr jetziges Leben eingetreten sind oder in ein Leben zwischen zwei vergangenen Inkarnationen. Interessant war für mich  an diesen Protokollen, dass wir uns unser Leben hier offenbar aussuchen. Bis dahin hatte ich nämlich immer gedacht, man wird dazu gezwungen. Diese Protokolle ließen auch erkennen, dass wir oft die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten von Inkarnationen bekommen und bei der Entscheidung, welche für uns besser ist, von unseren Geistführern beraten werden.  Wenn wir uns dann hier inkarnieren vergessen wir, was wir uns dereinst vorgenommen haben und wundern uns manchmal, warum es so schwierig ist, jedenfalls mir ging es so und geht es manchmal noch so.  Doch da jede Seele einzigartig ist und unterschiedliche Lernaufgaben hat, die sie sich für ein Leben vorgenommen hat oder weil sie etwas ausgleichen muss, gibt es auch diese vielfältigen Lebensskripte. Kein Leben eines Menschen gleicht dem anderen. Dann wird es deutlich, warum sich für manche Menschen manche Dinge ganz einfach realisieren und für manche Menschen nicht.

Gerade in Zeiten, in denen man das Gefühl hat, gar nicht aus einer Situation herauszukommen, die man gerne verändern würde,  ist es gut, innezuhalten und sich daran zu erinnern, dass wir eine Seele sind, ein göttliche Funke, der hier auf der Erde im Training dafür ist, ein Kanal für die göttliche, bedingungslose Liebe zu sein und dass diese Situation eben wieder mal zum Lernprogramm dazu gehört.

Ach ja, bevor ich es vergesse, es gibt übrigens auch sogenannte Erholungsleben. Also Inkarnationen, in denen man es einfacher hat, aber nicht so viel lernt - vielleicht. Manche sagen ja, wenn es schwierig ist, lernt man am meisten. Nun, ich glaube nicht, dass meine jetzige Inkarnation ein Erholungsleben ist :-), aber ich bin dankbar für das, was ich in ihr bereits lernen durfte. Oder anders ausgedrückt, wie eine Kundin heute zu mir sagte: “Eigentlich ist mein Leben doch gut!”

Tipp: Fragen Sie Ihren spirituellen Meister, Engel oder mit wem Sie auch immer innerlich arbeiten, ob er/sie Ihnen zeigen kann, welche Aufgabe Sie sich für dieses Leben vorgenommen haben. Vielleicht zeigt er/sie es Ihnen in Ihren Träumen oder Sie haben plötzlich eine Intuition dafür oder ein tiefes, inneres  Wissen, dass es so ist. Das kann Sie dabei unterstützen, sich selbst besser zu verstehen  und geduldiger zu sein, wenn die Dinge so sind, wie sie nun mal sind und die Veränderungen nicht so schnell gehen, wie Sie es vielleicht manchmal gerne hätten.

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Herbst - Zeit des Loslassens und der Veränderung

Ja, es ist Herbst. Man sieht täglich immer mehr bunte Blätter auf der Straße und ein bisschen wehmütig macht es mich schon, wenn ich daran denke, dass der Sommer wohl vorbei ist. Manche Dinge würde ich gerne festhalten, die der Sommer immer mit sich bringt: Die lauen Nächte, an denen man noch bis spät abends draußen sitzen kann, der strahlend blaue Himmel, die Wärme, die es erlaubt, auch mal ein leichtes Kleid anzuziehen und vieles mehr. Doch wie jede Jahreszeit muss doch auch der Herbst irgend etwas haben, was sich lohnt.

Neulich wurde mir folgendes klar: Die Bäume lassen im Herbst ihre Blätter fallen. Sie lassen das, was sie nicht mehr benötigen, los. Auch ich habe mich entschieden, so nach und nach immer mal wieder ein paar alte Zeitschriften wegzuwerfen, die ich nicht mehr lese.  Das fällt mir manchmal gar nicht so leicht. Da liegt manchmal zwei bis drei Jahre eine Zeitschrift herum, weil ich denke, ich brauche noch irgendeinen Artikel darin. Wahrscheinlich würde diese Zeitschrift noch in zehn Jahren da liegen und noch weitere kämen hinzu, wenn ich jetzt nicht damit anfangen würde, sie loszulassen.

Loslasssen beinhaltet für mich aber auch gleichzeitig, dass etwas Neues kommen darf, eine Veränderung, denn schließlich soll der Platz, der leer geworden ist, ja gefüllt werden. Hm…ich beziehe das nicht unbedingt auf Zeitschriften :-) Ich beziehe es eher auf weitaus wichtigere Dinge, wie z. B. Beruf, Lebensumstände, Wohnung aber auch innere Muster, die mich daran hindern, etwas Neues zu wagen.

Neulich bekam ich ein Zeichen, das ich so deutete, dass auch in meinem Leben etwas im Umbruch ist (nicht nur das Wegwerfen von Zeitschriften), wenn er auch erst einmal im Inneren  beginnt, dieser Umbruch. Ich war mal wieder mit der Bahn unterwegs, diesmal mit dem Reiseziel Aschaffenburg. Der Zug kam pünktlich an und ich stieg am Bahnhof aus. Schon auf dem Bahnsteig fiel mir  auf, dass alles schön neu gemacht war. Ich begab mich in Richtung Ausgang, wobei es eine Weile dauerte, bis ich den Ausgang fand, denn der komplette Bahnhof war eine Baustelle! Es ging ein paar mal um die Ecken, durch Gänge, die mit Brettern verschalt waren, bis ich endlich draußen war.  Von außen sah es so aus, als hätte man den alten Bahnhof komplett abgerissen. Nun ist man dabei, ihn ein Stück weiter neu und größer und schöner wieder aufzubauen.

Mit den inneren Mustern ist es wie mit dem Bahnhof. Manchmal müssen erst alte Glaubenssätze, Gedankenmuster, Verletzungen, etc. gehen, damit das Neue, Schöne und Größere entstehen kann.

Tipp: Überlegen Sie sich, was der Herbst für Sie bedeutet. Wo möchten Sie gerne loslassen, in welchem Lebensbereich hätten Sie gerne etwas Neues? Bitten Sie Ihren spirituellen Führer oder Ihren Schutzengel um Unterstützung beim Loslassen überholter Denkweisen, alter Verletzungen, etc. und bei Hineinwachsen in das Neue, Schöne, Große.

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Mit Geduld leichter durchs Leben gehen

Neulich stand ich an der Bushaltestelle und es regnete. Neben mir stand eine Frau und fragte mich, wann der Bus denn kommen würde. Ich antwortete ihr, dass der Bus schon etwas zu spät dran sei. Sie stand noch eine Weile da und überlegte, ob sie warten sollte oder ob sie trotz des Regens zu Fuß zur nächsten Haltestelle gegen sollte. Der Bus war immer noch nicht in Sicht, als sie sich in Bewegung setzte, um zur nächsten Haltestelle zu laufen. Kurze Zeit später kam er dann und wir fuhren an ihr vorbei. Es regnete noch immer in Strömen und ich dachte darüber nach, wie dankbar ich doch sein konnte, dass ich jetzt im warmen, trockenen Bus saß, weil ich die Geduld hatte, auf ihn zu warten.

Es gibt so viele Dinge, bei denen man Geduld haben muss. Welche Dinge fallen Ihnen da ein? Also mir fallen da eine ganze Menge Dinge ein. Die Hitliste dieser Dinge wird angeführt von den öffentlichen Verkehrsmitteln.Wie oft muss ich, wenn ich umsteige, manchmal sogar bis  zu 20 Minuten warten, bis mein Anschluss-Bus oder -Zug kommt. Und das bei jeder Wetterlage, wenn ich gerade unterwegs bin.

Auch der Computer gehört zur Hitliste der Dinge, mit denen man Geduld lernen kann, jedenfalls geht es mir so, gerade, wenn ich neue Programme ausprobieren möchte oder eine Internetseite kreiere oder der Computer nach dem Hochfahren mal wieder etwas langsam ist.

Auch die großen Dinge im Leben erfordern manchmal viel Geduld. Dazu gehören für mich z. B. auch berufliche Veränderungen. Dort den Zeitpunkt abzupassen,  wann es richtig ist, z. B. aus dem Angestelltenjob in die reine freiberufliche Tätigkeit zu wechseln und nichts zu überstürzen, erfordert von mir manchmal eine ziemliche Geduld, gerade, wenn ich in beiden Jobs mal wieder viel zu tun habe und denke, dass ich das gar nicht mehr schaffe. Genauso ist es mit örtlichen Veränderungen. Da hat man vielleicht den inneren Drang, in eine andere Stadt zu ziehen und weiß doch, dass man das nicht sofort umsetzten kann, weil zu viel daran hängt. Aber vielleicht ist ja in 1-2 Jahren der richtige Zeitpunkt gekommen und dann fügt sich alles, weil man Geduld hatte?

Doch warum schreibe ich hier überhaupt über die Geduld? Geduld ist für mich eine spirituelle Tugend. Sie hat mit Hingabe und Vertrauen zu tun. Hingabe an das große Ganze, eine höhere Kraft, die alles lenkt und führt, den Heiligen Geist oder wie auch immer Sie das nennen möchten. Mit der Hingabe geht das Vertrauen einher. Wenn ich Vertraue, dann kann ich mich hingeben. Dann kann ich auf meine inneren Impulse achten, die mir zeigen, welche Schritte in meinem Leben jetzt folgen oder ob es noch angesagt ist, Geduld zu haben.

Tipp: Beobachten Sie sich doch mal selbst. In welchen Augenblicken sind Sie besonders ungeduldig?  was in Ihrem Leben lehrt Sie, mehr Geduld zu haben? Fragen Sie Ihren Schutzengel oder Ihren spirituellen Führer, wie er/sie Sie dabei unterstützen kann, aus der Ungeduld in die Geduld hineinzuwachsen.