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Juni 2009
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Archive für Juni 2009

Lebenszyklen begleiten uns auf dem Weg

Was verbinden Sie mit dem Sommer? Vielleicht Sonne, Urlaub, Eis, viel draußen sein? Oder was fällt Ihnen sonst noch dazu ein? Am Freitag saß ich in einem Café, bzw. draußen, denn es war schön warm und die Sonne schien. Während ich meinen Cappuccino und mein Stück Erdbeertorte genoss, beobachtete ich die Menschen, die vorbeigingen und dachte über die Jahreszeiten nach. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich einfach wunderbar. Ich genoss so richtig die Vorteile, die der Sommer mit sich bringt. Natürlich hat der Sommer, wie alle Jahreszeiten, auch seine Schattenseiten, z. B. die vielen Gewitter, die oft auf unberechenbare Weise kommen oder wenn es sehr heiß wird und man bei der Hitze keinen Urlaub hat, sondern im Büro sitzt und schwitzt. Doch an die Nachteile wollte ich am Freitag nicht denken.

Auch die anderen Jahreszeiten haben ihre schönen Seiten. Im Frühling erwacht alles wieder zum Leben. Nach einem langen, kargen Winter, blüht dann wieder alles in Hülle und Fülle. Wenn der Herbst sich ankündigt, dann weiß man, dass das Jahr schon wieder fast vorbei ist. Er bietet oft noch viele schöne Sonnentage, an denen es aber nicht mehr so heiß ist wie im Sommer, so dass man manches unternehmen kann, wozu man im Sommer eher keine Lust hatte. Der Herbst bereitet auch auf den Winter vor. Man gewöhnt sich langsam wieder daran, es sich drinnen gemütlich zu machen, mit einer Tasse Tee und einem interessanten Buch zum Beispiel. Und wenn es im Winter draußen so richtig kalt ist, dann  ist man dankbar dafür, dass man eine schöne Wohnung hat, in der man sich gerne aufhält und freut sich wieder auf das Frühjahr, wenn alles wieder zum Leben erwacht.

So wie mit den Jahreszeiten ist es auch mit den Lebenszyklen. Man sagt z. B., dass sich die Zellen des Körpers alle sieben Jahre erneuern. Manche Menschen beobachten, dass sich alle sieben Jahre etwas in ihrem Leben ändert. Bei anderen Menschen sind es auch Zyklen von zwölf Jahren. Zyklen kommen und gehen, weil das Leben Veränderung ist. Alles entfaltet sich, so auch unser Bewusstsein und damit auch unsere Lebensumstände.

Vielleicht fragen Sie jetzt, was das alles eigentlich soll? Warum es diese Zyklen gibt und wie Sie damit umgehen sollen?

Nun, ich habe für mich die Antwort gefunden, dass ich hier bin, um zu lernen, aus dem Herzen zu leben, das Göttliche in mir zu leben, das, was mich als Seele ausmacht. Vielleicht haben Sie sich dieses Ziel auch vorgenommen, vielleicht ist Ihr Ziel auch ein anderes. Damit wir immer wieder neue Herausforderungen und auch die Gelegenheit haben, in unserem Bewusstsein zu wachsen, gibt es die verschiedenen Lebenszyklen. Dabei ist es wunderbar, wenn es uns gelingt, immer mehr im Hier und Jetzt zu sein und in jedem Zyklus das zu genießen, was er uns an Potenzial bietet und dankbar dafür zu sein. Ja, da fällt mir übrigens auch das ungeliebte Thema “älter werden” ein. Aber wenn wir älter werden, dann können wir auch weiser werden. Das hat manchmal ungeahnte Vorteile. Erst neulich habe ich gedacht, wenn ich doch damals vor 20 Jahren schon die Weisheit von heute gehabt hätte, dann hätte ich vieles anders gemacht. Doch dazu waren einfach noch ein paar Zyklen nötig, bis es so weit war, dass ich das Bewusstsein habe, was ich heute habe und dieser Entfaltungsprozess geht immer so weiter, für jeden in seinem Tempo, Schritt für Schritt.

Also: Genießen Sie den Sommer mit all seinen Facetten, der nächste Herbst und der nächste Winter kommen bestimmt.

Tipp: Meditieren oder kontemplieren Sie über die Zyklen in Ihrem Leben. Können Sie einen roten Faden entdecken? In welchen Zeitabständen gab es Veränderungen in Ihrem Leben? Wie fühlen Sie sich in dem Zyklus, den Sie im Moment durchlaufen? Fokussieren Sie dann die Aufmerksamkeit auf das Ziel, dass Sie sich Ihrer eigenen Göttlichkeit bewusst werden möchten (wenn Sie sich dieses Ziel für diese Inkarnation gesetzt haben) und schauen Sie, wie viel Sie schon in den vergangenen Zyklen und in dem laufenden darüber gelernt haben.

Vom neutralen Beobachter zum Liebenden des Lebens

Haben Sie sich selbst schon mal dabei beobachtet, was Sie da so eigentlich tagsüber tun? Ich mache das öfters, und ich kann Ihnen sagen, das ist wirklich interessant.

Ab und zu passiert es mir immer mal wieder, dass ich bemerke, dass ich zu schnell urteile, bzw. etwas oder jemanden vorschnell in eine mir bekannte Schublade stecke. Das passiert mir nicht nur bei Menschen, sondern auch bei anderen Dingen, wie z. B. Kneipen und Restaurants.

Vor ein paar Wochen, als ich mit einer Freundin zum Essen verabredet war, bemerkte ich das zum ersten Mal. Wir hatten uns in einer kleinen Kneipe verabredet und ich dachte noch: Oh je, das ist ja nicht so mein Ding. Kneipen assoziiere ich  doch eher so mit düsterer Spelunke und alkoholisierten Menschen. Doch es kam, wie es kommen musste, es war alles ganz anders: Das Essen war besonders liebevoll gemacht.  Stellen Sie sich das mal vor. Der Salat war nicht nur einfach mit Gurken und Tomaten angerichtet, sondern es fanden sich auch grüner Spargel und frische Erdbeeren darin. Auch das Ambiente war gemütlich (inzwischen war ich schon ein weiteres Mal dort). Was mir auch auffiel, war der Halter für das Toilettenpapier, der war nämlich aus Holz, nichts mit einfachem Metallhalter, wie man ihn sonst oft vorfindet.

Fazit: Hier habe ich vorschnell geurteilt, nach allgemein bekannten Konzepten und Vorurteilen. Selbstverständlich habe ich mir vorgenommen, es nicht mehr zu tun.

Doch sie wissen sicher schon, was jetzt kommt: Letzten Sonntag ist mir das Gleiche wieder passiert. Ich absolviere gerade eine Ausbildung in Bad Homburg. Mittags wollten wir mit der Gruppe essen gehen und die meisten wollten gerne zu einem Libanesen. Oh je, Libanese. Wer weiß, ob das Essen genießbar ist. Vielleicht ist es scharf, mit viel Glutamat, etc. Das waren die Gedanken, die mir durch den Kopf gingen.  Schublade auf, Libanese rein.  :-) Dennoch entschied ich mich mitzugehen, obwohl ich ziemlich skeptisch war.

Und was war? Sie ahnen es sicher schon. :-) Ja, es war wieder alles anders, als ich vorher in meiner Vorstellung geurteilt hatte. Das Essen war super lecker. Alle Zutaten schmeckten natürlich und frisch. Das Restaurant war zwar ziemlich klein und mit unserer großen Gruppe war es deshalb gar nicht so einfach. Aber der Besitzer kam zu uns an den Tisch und sagte: “Es ist alles mit Liebe gemacht.” Und das spürten wir auch.

Fazit: Oft urteilt man zu schnell mit dem Verstand über Dinge, die man gar nicht richtig kennt oder noch nicht ausprobiert hat. Wenn wir unser Leben vom Blickpunkt der Seele aus sehen, dann können wir nicht nur Restaurants und Kneipen mit Liebe betrachten, sondern alles im Leben, denn alles ist aus der Liebe des göttlichen Geistes gemacht. Es gibt nur unterschiedliche Formen, in denen sich diese Liebe ausdrückt. Vom Blickpunkt der Seele aus ist man in der Neutralität. Man wird zum neutralen Beobachter und schließlich zum Liebenden des Lebens, der die Liebe Gottes in jeder Facette wahrnimmt.

Tipp: Werden Sie zum Beobachter Ihres Lebens. Wann immer Sie wieder das Gefühl haben, Sie verstricken sich in Ihren Emotionen oder negativen Vorurteilen über etwas, das Ihnen im Leben begegnet, dann üben Sie, wieder den Posten des neutralen Beobachters einzunehmen. Fragen Sie sich: Was möchte mir die göttliche Liebe jetzt zeigen? Wenn Sie das Gefühl haben, Sie schaffen es nicht, auf Ihren neutralen Beobachterposten zu kommen, dann holen Sie sich Hilfe von Ihrem Schutzengel oder inneren Meister. Sie können auch HU, ausgesprochen hju, singen, einen uralten Namen für Gott.

Die Seele - der ewige Träumer

Diese Woche hatte ich wieder einige Tage, an denen es mir nicht so gut ging. Ich hatte mal wieder das Gefühl, als wäre das Leben ein einziger Kampf, den ich sowieso verlieren würde. Ich war wieder so richtig unglücklich. Vielleicht kennen sie das ja auch, dass es immer mal wieder Tage gibt, an denen man sich wirklich fragt, welchen Sinn das hat, was einem im Leben so passiert, und ob es überhaupt einen Sinn hat. Das sind dann bei mir die Zeiten, an denen ich nur die Dinge sehe, die nicht klappen, statt auf das zu schauen, was ich schon geschafft habe.

Also stellte ich mir die Frage, wie kann ich wieder glücklich werden. Was kann ich dafür tun? Denn schließlich habe ich es doch in der Hand, ob ich glücklich bin oder nicht.

Vor ein paar Tagen telefonierte ich mit einem sehr guten Freund. Er gab mir den Tipp, es mit Disziplin zu versuchen. Das bedeutet nicht, sich zu zwingen, glücklich zu sein, sondern die Disziplin zu haben, einfach weiterzugehen, an den eigenen Träumen zu arbeiten und alles dafür zu tun, um sie zu verwirklichen. Dann hat man nämlich gar keine Zeit mehr, unglücklich zu sein.

Das Wort Disziplin wird meiner Ansicht nach oft falsch verstanden. Auch ich habe es bisher immer falsch verstanden. Für mich hat es bisher immer bedeutet, dass ich diszipliniert funktionieren muss, so wie andere es von mir erwarten. Zumindest seit dem inspirierenden Telefonat an jenem Abend habe ich noch eine andere Form der Disziplin kennengelernt, die mir richtiger erscheint: Diszipliniert alles dafür zu tun, um die eigenen Träume zu verwirklichen. Doch was bedeutet es, die eigenen Träume zu verwirklichen? Wessen Träume? Wer bin ich wirklich?

Manche spirituellen Lehren sagen, dass wir Seele sind. Wir sind also nicht unser Körper, sondern Seele, ein göttlicher Funke, der ewig lebt. Vielleicht haben Sie das auch schon mal gehört oder es ist Ihnen sogar schon bewusst. Manchmal lebe ich in dem Bewusstsein, dass ich Seele bin, dann ist das wunderbar, dann kann ich gar nicht unglücklich sein, dann erkenne ich auch, welchen Sinn die Dinge haben, die ich erlebe. Doch natürlich gelingt mir das nicht immer.

Gestern hatte ich gegen morgen einen Traum dazu. Ich war noch mal kurz eingeschlafen und mir wurde bewusst, dass ich  Seele bin, der ewige Träumer. Ich träume mein Leben, ganz gleich, wo ich bin, hier in dieser Welt oder in der Ewigkeit, in den anderen Welten Gottes.

Tipp: Wenn  Sie unglücklich oder frustriert sind, dann fragen Sie sich: Was sind meine Träume? Was möchte ich hier verwirklichen? Was öffnet mein Herz, wenn ich es tue, wovon bin ich so begeistert, dass ich andere begeistern kann? Kontemplieren oder meditieren Sie darüber, was es für Sie bedeutet, Seele zu sein, der ewige Träumer.